Weiterführende Links:
Bild btopl.jpg wurde nicht geladen
Abtreibung
Zum ForenbereichForum
Newsletter abonnierenNewsletter
GästebuchGästebuch
Diese Seite weiter empfehlenTell a Friend
Bild btexts.jpg wurde nicht geladen
"Die Tötung im Mutterleib ist gängige Praxis"
ABTREIBUNG
Meine GedankenErfahrungsberichteGedichte & TexteAbtreibung: Fakten/BilderDas Wunder Mensch: Bilderaktiv werden: Werbung / InseratePost Abortion Syndrom (PAS)Spätabtreibung
"Sterbehilfe für Babys"
Interview mit Claudia KaminskiHintergrundinfos
Buch 16x16
Gedenkbuch
Hilfe 16x16
Hilfe erhalten

GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Mittwoch 22.10.2014
FREI SEIN ? !



Claudia Kaminski, Vorsitzende der "Aktion Lebensrecht für Alle".


  • Buchtipp:
    Johanna Gräfin von Westphalen (Hg.), Offensive für das Lebensrecht, Krefeld (Sinus-Verlag) 1999.

  • Internet:
    www.tim-lebt.de
    www.alfa-ev.de
  • Dieses Interview erschien in der Zeitschrift family Nr.3/2003

    Dr. med. Claudia Kaminski kämpft mit der Aktion
    www.Tim-lebt.de
    für ein Verbot von Spätabtreibungen.


    Im Vergleich zu 130'000 fristgerechten Schwangerschaftsabbrüchen vor der 20. Schwangerschaftswoche ist die Zahl der Spätabtreibungen verschwindend gering. Warum investieren Sie in eine Kampagne gegen Spätabtreibung?
    In den USA konnten die LebensrechtIer die Öffentlichkeit mobilisieren, indem sie Kampagnen gegen die "partial-birth-abortion" starteten. Das ist ein Abtreibungsverfahren, bei dem dem Kind das Gehirn ausgesogen wird und das vor allem bei Spätabtreibungen angewandt wird. Im amerikanischen Senat hat Ende März eine Mehrheit für ein Verbot dieser Methode gestimmt. Durch die Aktionen der Lebensschützer hat ein Stimmungsumschwung in der Bevölkerung eingesetzt. Die Mehrheit der Amerikaner ist nun "pro life" eingestellt, also generell gegen Abtreibung.

    Genaue Zahlen zur Zahl der Spätabtreibungen in Deutschland scheint niemand zu haben. Warum ist das so?
    Im Grunde gibt es überhaupt keine offizielle Statistik zur Spätabtreibung. Das würde den Druck, endlich eine Änderung herbeizuführen, weiter erhöhen. Daran scheint die Bundesregierung kein Interesse zu besitzen. Auch die ehemalige Justizministerin Däubler-Gmelin bezeichnete das Geschehen als entsetzlich, ohne der Sache auf den Grund zu gehen.
    Expertenschätzungen gehen pro Jahr von etwa 800 Abtreibungen nach der 22. Schwangerschaftswoche aus. Zugrunde gelegt werden dabei die Geburten von Kindern mit Behinderungen und die sehr viel höhere Zahl der über die Krankenkassen abgerechneten Diagnosen mit einem entsprechenden Befund. Aus der Differenz lässt sich dann die Zahl der vermuteten Spätabtreibungen errechnen.

    Wieviel Prozent dieser Spätabtreibungs-Kinder kommen lebend zur Welt?
    Auch hier gibt es nur Schätzungen, die von jährlich einhundert Kindern in Deutschland ausgehen, die ihre Abtreibung Überleben, entweder dauerhaft oder aber nur zunächst.

    Was passiert, wenn der Arzt der Entscheidung der Eltern zur Spätabtreibung nicht folgt? Inwiefern steht der Arzt unter Druck?
    Theoretisch kann niemand zur Durchführung einer Abtreibung oder zur direkten Mitwirkung an ihr gezwungen werden. Das Personal besitzt hier ein Weigerungsrecht. In der Praxis sieht das natürlich oft anders aus. Wer sich weigert, Abtreibungen durchzuführen, senkt in einer Klinik seinen Wert als Arbeitskraft. Werden Abtreibungen in seiner Schicht durchgeführt, muss der Mitarbeiter durch einen anderen ersetzt werden. Da stellen sich viele Klinikchefs die Frage, ob sich die betreffenden Mitarbeiter nicht generell ersetzen lassen. Der Arzt steht insofern unter Druck, als er die Eltern über eine mögliche Behinderung des Kindes unterrichten muss. Tut er das nicht, und bringt die Frau dann ein Kind mit Behinderung zur Welt, kann sie Schadensersatz geltend machen. Nach der aktuellen Rechtsprechung können die Eltern argumentieren, sie hätten sich, wenn sie von der Behinderung gewusst hätten, für eine Abtreibung entschieden. Das führt dazu, dass viele Ärzte aus Angst vor späterer Haftung, beim kleinsten Verdacht einer möglichen Behinderung zur Abtreibung raten und sogar kerngesunde Kinder dann "aus Versehen" abgetrieben werden.

    Wie üblich ist in Deutschland der Fetozid die Tötung des Kindes im Mutterleib?
    Auch hier gibt es keine statistisch abgesicherten Erkenntnisse. In der Fachliteratur wird der Fetozid allerdings längst diskutiert. Bisweilen raten Ärzte auf Fortbildungsveranstaltungen ganz offen zur Anwendung der todsicheren Methode. Der selektive Fetozid, etwa bei Drillingen nach künstlicher Befruchtung, ist gängige Praxis.

    Welche gesetzlichen Maßnahmen müssten Ihrer Meinung nach ergriffen werden, um die Praxis der Spätabtreibung in Deutschland einzudämmen?
    Wenn man den § 218a anschaut, dann müssten mindestens zwei Formulierungen geändert werden. Gestrichen werden sollte in jedem Fall die "Berücksichtigung der zukünftigen Lebensverhältnisse". Unter dieser schwammigen Formulierung können praktisch sämtliche denkbaren Motive, die Eltern für eine Abtreibung haben können, subsumiert werden. Gleiches gilt auch für die "Beeinträchtigung des (...) seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren (...)." Jetzt braucht eine Frau, die sich eines Kindes mit oder ohne Behinderung entledigen will, nur zu behaupten, sie würde sich umbringen, wenn sie das Kind gebären müsste. Und schon ist der Fall klar: Das Kind wird umgebracht.

    Wie sehen Sie die Chancen, dass die Politik beim § 218 nochmals nachlegt? Welche Gesetzesänderung könnte realistische Chancen haben?
    Die Union hat am Ende der vergangenen Legislaturperiode einen zaghaften Versuch unternommen. Als die Wahl näher rückte, hat sie einen Antrag eingebracht, der unter anderem die Einführung einer gesonderten Statistik und eine Beratungspflicht für Spätabtreibungen einführen wollte. Das wurde mit den Stimmen der Regierungskoalition abgelehnt. Meines Erachtens ist das zu wenig, um die Spätabtreibungen einzudämmen, aber es wäre ein erster Schritt, die Barbarei sichtbarer zu machen und damit den Druck auf eine wirksame Gesetzesänderung zu erhöhen.

    Was ist in naher Zukunft an gesetzlichen Initiativen zu erwarten?
    Die Union hat vor der Wahl angekündigt, hier noch einmal die Initiative ergreifen zu wollen. Wir werden darauf achten, dass es auch dazu kommt.

    Sehen Sie denn Licht am Horizont?
    Umfragen zufolge sind zwei Drittel der Deutschen gegen den Import embryonaler Stammzellen und lehnen das Gesetz ab, das wir jetzt haben. Weit über die Hälfte junger Menschen hält die jetzige Regelung der Spätabtreibungen für falsch. Wenn die sich organisieren oder sich einer erfahrenen Organisation anschließen, bekommen wir auch lebensfreundliche Gesetze.
    zurück zurück zum Seitenanfang weiter
     
  • Schwangerschaft
  •  
  • Down-Syndrom
  • Baby Butt - das Beste für Ihr Baby
    Alviva - Der Anne Geddes Shop
    © 2003-2014 Sonja Blum   DisclaimerImpressumSiteMapNachricht an  Webmaster