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Therapie und Prävention
des Post Abortion Syndroms
ABTREIBUNG
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    Freitag 3.9.2010
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    Therapie
    Die Aufarbeitung des zugrundeliegenden Konfliktes im Rahmen einer ursächlichen (kausalen) ärztlichen Behandlung ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Dabei wird - entsprechend der weiten Verbreitung der Abtreibung - immer häufiger gerade dieses Ereignis in der Vorgeschichte der Patientinnen auftauchen - womit natürlich noch nicht der Beweis für dessen ursächliche (kausale) Rolle erbracht ist. Denn auch viele andere seelische (Verletzungen) Traumen können diese oder ähnliche Symptome hervorbringen, so daß der dringende Verdacht auf das Vorliegen eines Post Abortion Syndroms sich letztlich nur durch die Wirkung einer die Abtreibung aufarbeitenden Behandlung bestätigen läßt.

    Im übrigen wendet man symptomatische, d.h. lediglich auf die Linderung des Beschwerden gerichtete Maßnahmen an, wie z.B. Antidepressiva, Beruhigungs-, Schlaf-, Abführmittel und andere Medikamente, die selbst wieder unerwünschte Wirkungen auslösen und somit die Zusammenhänge völlig unübersichtlich machen können.

    Vorbeugung durch ganzheitlichen Umgang mit der Schwangeren in Not
    Bei der Warze oder beim Polypen etwa, zwei gutartigen Geschwülsten, braucht man keinen besonderen Aufwand zu treiben, bevor der Arzt sie auftragsgemäß wegschneidet oder wegkratzt.

    Ganz anders ist die Ausgangssituation, wenn durch eine eingetretene Schwangerschaft der Konflikt bis zum Äußersten zugespitzt und beim Arzt oder in der Beratungsstelle Hilfe gesucht wird. Spätestens dann muß die Aufarbeitung des offenkundig gewordenen Konfliktes beginnen, denn bei der Abtreibung geht es um Leben und Tod, das Überleben des Ungeborenen und das Wohl der Mutter.

    Da der Arzt der Gesundheit der werdenden Mutter und dem Leben und der Gesundheit ihres ungeborenen Kindes verpflichtet ist, muß gerade bei einer "ungeplanten" Schwangerschaft, ärztliche Erkenntnis die Grundlage für eine verantwortete Reaktion des Arztes sein.

    Dabei muß er sich darüber im Klaren sein, daß die bedrängte Frau oftmals in ihrer Paniksituation ihr heranwachsendes Kind durchaus wie eine bösartige, ihr zukünftiges Leben zerstörende Geschwulst empfinden kann. Es steht die physische Existenz, das Leben des Ungeborenen auf der einen Seite gegen die zukünftige Lebensplanung und die zukünftigen Erwartung der Mutter von ihrem weiteren Leben andererseits.

    Ganzheitliche Sicht erfordert ganzheitliche ärztliche Antwort
    Auf eine solche Konfrontation haben nichtärztliche Berufs-, Personen- und Interessensgruppen naturgemäß jeweils spezifische eigene Antworten und Lösungsvorschläge.

    Der Arzt aber, darf sich von diesen in seiner Entscheidung nicht beeinflussen und schon gar nicht instrumentalisieren lassen. Er muß tun, was ihm die "ärztliche Erkenntnis" gebietet.
    Und diese hat sich an einer ganzheitlichen Sicht der Schwangerschaft als psychosomatisches Symptom zu orientieren.
    Dann können nicht nur mehr Ungeborene überleben, sondern auch mehr - häufig unklare - Erkrankungen von Frauen vermieden werden. Das würde zwar keine andere Medizin, aber eine andere Heilkunde erfordern!


    Diesen Artikel durften wir mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. med. Ingolf Schmid-Tannwald veröffentlichen. Nachricht senden: Prof. Dr. Ingold Schmid-Tannwald
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    Quelle: www.aerzte-fuer-das-leben.de
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