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Das Post Abortion Syndrom
ABTREIBUNG
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    Samstag 25.10.2014
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    V o n   P r o f .   D r .   S c h m i d - T a n n w a l d
    Professor für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der LMU - München, langjähriger Leiter der Familienplanungsstelle der Frauenklinik der Universität München im Klinikum Großhadern und 1. Vors. der Ärzte für das Leben. Jüngste Buchveröffentlichungen: "Sexualität und Kontrazeption aus der Sicht der Jugendlichen und ihrer Eltern". Eine repräsentative Studie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln 1998 (zus. mit N. Kluge); "Gestern 'lebensunwert', heute 'unzumutbar' - Wiederholt sich die Geschichte doch?"

    Definition und Wesen
    Unter dem Post-Abortion-Syndrom versteht man eine Reihe von unterschiedlichen Erscheinungen mit Krankheitswert, deren Ursache man auf vorausgegangene vorgeburtliche Kindstötung(en) zurückführt. Insofern ist das PAS eine Sonderform von "Post-Traumatic Stress Disorder (PTSD)", einer durch ein schweres Trauma ausgelösten Störung körperlicher und seelischer Funktionen, die vor allem nach körperlicher Gewaltanwendung, sexueller Vergewaltigung oder als passive bzw. aktive Teilnahme an einem gewaltsamen Tötungsgeschehen auftreten.

    Das Erleben der Abtreibung als Trauma beruht auf
    • Gefühlen der Schuld, der Angst und des Schmerzes im Zusammenhang mit einer Abtreibung- aus welchen Begründungen sie auch "nötig" oder erzwungen war,
    • dem Wissen um das gewaltsame Töten des eigenen Kindes,
    • der Assoziation mit einer sexuellen Vergewaltigung oder
    • anderen Gründen und Erlebnissen.
    Die dabei ausgelösten Abwehrreaktionen können ein Eigenleben entfalten und losgelöst vom ursprünglichen traumatisierenden Ereignis, auffällige Verhaltensweisen und ausgeprägtere Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur bewirken. Unmotivierte intensive Gefühlsausbrüche ohne Erinnerung an das ursprüngliche, traumatisierende Ereignis einerseits und detailgenaue Wiederkehr der Erinnerung daran, ohne jegliche gefühlsmäßige Beteiligung andererseits, sind ebenso Beispiele hierfür, wie die Kombination beider Erscheinungen.

    Mangel an wissenschaftlicher Literatur
    Wissenschaftliche Literatur unter dem Stichwort "Postabortion Syndrom" gibt es wenig; so fördern Literaturrecherchen unter diesem und ähnlichen Stichwörtern (z.B. "posttraumatic stress disorder after abortion" in medizinischen Suchmaschinen (z.B. MedLine, PubMed u.a.) nur ganz vereinzelte Arbeiten zutage, die sich zudem auf körperliche Komplikationen im nachweisbaren Zusammenhang mit einer Abtreibung beschränken. Dagegen findet man ausführliche Zusammenstellungen des darauf spezialisierten Elliot Institute, in denen umfangreiche Angaben über die Ursachen, die Erscheinungsformen, die Häufigkeit einzelner körperlicher und seelischer Folgeerscheinungen auch in Abhängigkeit von der Zahl und der Dauer der vorausgegangenen Abtreibungen, Ausführungen über die Ursachen unseres mangelnden Wissens über die seelischen Abtreibungsfolgen und Charakteristika jener Frauen, die ein hohes Risiko haben, nach einer Abtreibung an einem PAS zu erkranken u.v.a. zusammengetragen sind; allerdings stammen die verwendeten Literaturzitate noch aus den späten 70er - und 80er Jahren - offensichtlich Ausdruck eines fehlenden Forschungsinteresses in den letzten Jahren (Internetsite: www.afterabortion.org ).

    Andererseits sind vielen Frauenärzten, aber auch vielen Frauen aus eigener Erfahrung oder durch vertrauliche Erzählungen die schmerzhaften Erinnerungen bekannt, die Frauen nach Abtreibungen oft viele Jahre danach und viele Jahre lang überkommen: Phantasien über das Aussehen des abgetriebenen Kindes, ritualisiertes Begehen des Geburtstages, Erinnern an den Tag der Abtreibung etc.

    Kollektive Abwehr der Abtreibung und des PAS
    Allerdings passen Berichte über Abtreibungsfolgen nicht in die gegenwärtige Betrachtugsweise, wonach die Abtreibung als unbedenkliches Mittel der Geburtenkontrolle - so wird behauptet - d.h. zur Durchsetzung der selbstbestimmten Kinderzahl gesellschaftlich und als therapeutische Maßnahme zur "Behandlung" sog. ungewollter Schwangerschaften gesellschaftlich akzeptiert ist. Die Auseinandersetzung mit den Geschehnissen um die Folgen der Abtreibung in unsere Gesellschaft werden tabuisiert. Der Grund hierfür: das Abtreiben als Methode der Geburtenkontrolle soll nicht in Mißkredit gebracht werden.

    Wie in den individuellen Fällen, bei denen ein Vermeidungs- und Verleugnungsverhalten im Gefolge des traumatischen Ereignisses charakteristisch sein kann (was sich z.B. auf die Bereitschaft auswirkt, an Studien hierzu teilzunehmen), erkennt auch die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit, die kurz - und langzeitigen Auswirkungen der massenhaften Abtreibungen hierzulande auf die vielen Millionen von Betroffenen nicht an oder will sie nicht wahrhaben.

    Man rechtfertigt, leugnet oder verdrängt das massenhafte Tötungsgeschehen der Abtreibung und tut so, als sei die "Entfernung einer Schwangerschaft", ein medizinischer Eingriff, wie die Entfernung eines Gewächses, einer Warze oder eines Polypen.

    Daran nicht zu rühren liegt im Interesse einer Jahr für Jahr immer größer werdenden Zahl davon direkt Betroffener und indirekt Beteiligter, die inzwischen wohl die Mehrheit bilden.
    Das Verständnis des Postabortion-Syndroms setzt m.E. aber voraus, daß man sich die körperlich-seelische Dimension der Schwangerschaft als ein psyochosomatisches Symptom vergegenwärtigt. Sie ist keineswegs nur ein biologisches Geschehen mit schnellem Wachstum der Gebärmutter, das man - sofern unerwünscht - ohne Folgen absaugen oder abtreiben kann (s. "Die Schwangerschaft als Ausdruck eines körperlich-seelischen Geschehens in einer Beziehung")

    Nicht zufällig, so scheint es, entsorgt man das Post Abortion Syndrom sprachlich-inhaltlich mit diesem doppelt fremdsprachigen und daher nichtssagenden Begriff.
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  • Prof. Dr. Ingold Schmid-Tannwald
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