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Aufmerksamkeitsstörung
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Ursache und Häufigkeit
POS / ADS / ADHS
ZusammenfassungUrsache und HäufigkeitSymptome und DiagnoseTherapie und PrognoseErfahrungsberichtLebensgeschichte: «Mein neues Leben in Christus»

GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Montag 13.10.2008
FREI SEIN ? !

Man nimmt an, dass bei der Aufmerksamkeitsdefizitstörung im Zusammenwirken verschiedener Hirnabschnitte im Bereich der Schaltstellen von Hirnzellen (den Synapsen) die verantwortlichen Überträgerstoffe (Neurotransmitter), vor allem das Dopamin, nicht optimal wirken. Es handelt sich also in einem gewissen Sinn um einer Stoffwechselstörung im intrazellulären Bereich. Moderne Untersuchungsmethoden, wie z.B. die PET (= Positronen-Emissions-Tomographie) des Gehirns haben gezeigt, dass diese Funktionsstörungen vor allem in denjenigen Gehirnabschnitten vorkommen, die für die Aufmerksamkeit, Konzentration und Wahrnehmung, d.h. die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen und Sinneseindrücken verantwortlich sind, vorwiegend also in den sogenannten Stammganglien und im Frontalhirn.

Bei den Untersuchungen mit der PET hat sich gezeigt, dass diese Hirnareale weniger Sauerstoff und Glukose verbrauchen als die von gesunden Kindern.

Ursächlich im Vordergrund steht wahrscheinlich eine bis heute noch nicht genau bekannte genetische Veranlagung, sind doch nicht selten Geschwister, Eltern oder andere Verwandte ebenfalls mehr oder minder betroffen.

Die früher verantwortlich gemachte perinatale Hirnschädigung, "Sauerstoffmangel" bei der Geburt ist nur selten die Ursache. Nahrungsmittelallergien oder unverträglichkeiten können eventuell eine bestehende motorische Hyperaktivität verschlimmern, sind aber nicht die hauptsächliche Ursache.

Von Psychologen wird auch eine Fehlausbildung der entsprechenden Hirnareale in den ersten Lebensmonaten nach der Geburt durch ein Fehlverhalten von Eltern und Umgebung diskutiert.

In allen Ländern, in denen bisher intensive Untersuchungen zur Häufigkeit des hyperkinetischen Syndroms durchgeführt wurden, fand man zwischen 2 und 14 % verhaltensauffällige Kinder. In Deutschland rechnet man mit ca. 160'000 Betroffenen, obwohl diese Zahl, je nach Autor, schwankt. Unterschiede bestanden, entsprechend den untersuchenden Personen, also zwischen Ärzten, Lehrern, Erziehern oder Eltern. Der Unterschied zwischen verschiedenen Ländern jedoch - wie den USA, Kanada, ehemalige DDR, Neuseeland, der VR China oder auch bei den Hopi-Indianern im Reservat - war nicht signifikant.

Jungen sind 5 bis 9 mal so häufig betroffen wie Mädchen. Auffallend ist, dass eineiige Zwillinge meist gemeinsam betroffen sind.
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