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Folgende
altersunabhängige Merkmale sind immer vorhanden:
- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung
- Störung der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung
- Störung der Gedächtnisbildung (=Abspeicherung)
Die
folgenden Symptome können, müssen aber nicht, immer auftreten:
- Motorische Hyperaktivität
Dauernde, eventuell auch nur innere Rastlosigkeit, ziellose Hyperaktivität, kein Stillsitzen,
andauernde Zappeligkeit, eventuell verstärkter Rededrang, Nägelknabbern, bemalen von Hefträndern,
beknabbern von Bleistiften usw.
- Impulsivität
Unvorhersehbares, unberechenbares Verhalten (Unfallgefahr!)
- Erregbarkeit, Irritierbarkeit
Frustationsschwelle sehr niedrig, starke Stimmungsschwankungen, Empfindlichkeit gegenüber Kritik,
rasches Weinen, Wutausbrüche, Aggressivität
- mangelhafte emotionale Steuerung
zunehmende Selbstwertzerstörung, fehlendes oder übersteigertes Einfühlungsvermögen, mangelndes Realitätsgefühl, Mutlosigkeit, Verleugnung von Schwierigkeiten
- dissoziales Verhalten
Außenseiter, wenig Freunde, Streitsüchtigkeit, Schlagen und Raufen, Klassenclown
Die
Diagnose der Aufmerksamkeitsdefizitstörung lässt sich vor allem durch die Lebensgeschichte
(Anamnese) des betroffenen Kindes, der Jugendlichen oder der Erwachsenen stellen. Ergänzend zur
Anamnese haben sich Fragebögen in unterschiedlichem Ausmaß bewährt. Neben einer gründlichen
körperlichen und neurologischen Untersuchung kommen verschiedene neuropsychologische
Testuntersuchungen zur Durchführung. Objektiver als diese Tests sind computergesteuerte
Testprogramme, die die Konzentrationsfähigkeit, die Ablenkbarkeit und das Vermögen, einfache
Lernstrategien zu entwickeln, prüfen können. Aber auch diese Tests sind für eine Diagnose nicht immer
beweisend.
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