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Diese
kindliche Störung wird auch als Aufmerksamkeits-Defizit- und Hyperaktivitäts-Störung (ADHS)
bezeichnet. Zwischen 2-10 % der Kinder leiden an Aufmerksamkeitsstörungen oder am hyperkinetischen
Syndrom, Jungen dabei deutlich häufiger als Mädchen. Die Ursache dafür dürfte nach neuesten
Forschungsergebnissen in erster Linie eine Funktionsstörung bei der Signalübermittlung im Gehirn
sein. Die auftretenden Symptome sind Konzentrationsstörungen sowie Störungen der
Informationsverarbeitung und Gedächtnisbildung, seltener auch eine motorische Hyperaktivität und
gesteigerte Reizbarkeit. Die Diagnose erfolgt durch die Krankengeschichte, eine körperliche
Untersuchung und neuropsychologische Tests. Die Behandlung basiert auf medikamentöser Einstellung
und wird ergänzt durch Beratung, Aufklärung, Verhaltens- und Psychotherapie.
Nach
heutiger Auffassung, die sich vor allem auf neuere Untersuchungen aus den USA stützt, ist die
relativ häufig vorkommende Aufmerksamkeitsstörung (ADS, ADHS) das Resultat einer biochemischen
Funktionsstörung im Bereich der Informationsverarbeitung zwischen einzelnen Hirnabschnitten. Eine
wesentliche Rolle spielt dabei das Dopamin.
Ältere
Bezeichnungen für das gleiche Krankheitsbild sind u.a. die "Frühkindliche leichte
Hirnschädigung" oder das "Hyperkinetische Syndrom (HKS)". Die Störung bezieht sich
keineswegs nur auf das Kindesalter und das Erscheinungsbild ist sehr vielgestaltig; es reicht vom
bekannten "Zappelphilipp" über brav-träumerische Mädchen, depressiv orientierungslose
Jugendliche bis hin zum hochbrillanten zerstreuten Professor.
Diese
kindliche Verhaltensstörung wurde im Jahr 1845 das erste Mal von dem Frankfurter Nervenarzt
Heinrich Hoffmann in dem Buch der "Struwelpeter" literarisch dargestellt. Aber erst im
Jahr 1987 erhielt diese Störung durch den amerikanischen Psychiatrieverband ihre heute noch gültige
medizinische Bezeichnung ADHD und im Deutschen ADHS.
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