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Co-Abhängigkeit
ALKOHOLISMUS
ZusammenfassungEinteilung und SymptomeWirkungsweiseAlkoholabbau (MEOS)FolgenCo-AbhängigkeitEntzugRückfallSelbsttestErfahrungsberichteLebensgeschichte: «Vom Alkoholiker zum Küstner»
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GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Sonntag 14.3.2010
FREI SEIN ? !

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Co-Abhängige sind die geheimen Helfer der Abhängigen in Familie und Betrieb. Sie wissen bewusst oder intuitiv sehr genau, was vor sich geht, sind aber nicht sehr indirekt in der Lage, die Betroffenen auf ihr Verhalten anzusprechen - aus Angst vor Wutausbrüchen, aus falsch verstandener Liebe oder weil sie sich nicht zuständig fühlen. Ein deutliches Merkmal ist dabei ihre Inkonsequenz. Oft Helfen sie dabei den Betroffenen über Jahre hinweg, sein Trinkverhalten zu verheimlichen oder sogar zu verfestigen. Dabei machen sie selbst, ähnlich wie der Alkoholkranke, eine Entwicklung durch, die sie einerseits an den Betroffenen bindet und andererseits immer weiter mitzieht. Die Gedanken kreisen genauso immer mehr um Alkohol, viele lügen und decken den Betroffenen oder helfen bei der Beschaffung von neuem Stoff. Verstehen Sie es nicht falsch: Nicht jeder, der in der Umgebung eines Menschen mit Alkoholproblemen lebt, ist automatisch co-abhängig. Nur wer durch die Sucht mit beeinflusst wird, kann überhaupt zuständig sein, in ein anderes Leben einzugreifen. Und nur, wenn Ihre Gedanken und Ihr Leben durch den Alkohol bestimmt werden, können Sie in die Suchtgeschichte gezogen werden. Sind Sie betroffen, so haben Sie aber immer zwei Möglichkeiten: Sie werden co-abhängig, oder Sie handeln der Situation angemessen.


Selbsttest: Bin ich co-abhängig?
  Frage Ja Nein
1Habe ich schon häufiger zu Hause mit ihm getrunken, damit er nicht in der Wirtschaft versackt?  
2Fühle ich mich stark, wenn der Abhängige sich schwach fühlt?  
3Werde ich von der Verwandtschaft oder Nachbarschaft gelobt, weil ich so tapfer bin?  
4Fühle ich mich zum Lügen und Decken von Unregelmäßigkeiten gezwungen, weil ich meinen Partner nicht ausliefern will?  
5Hängen meine Gefühle sehr stark von der Situation des Partners ab?  
6Kümmere ich mich um alles, weil der Partner es nicht mehr kann?  
7Habe ich Angst, der Abhängige könnte aggressiv werden, wenn ich mit ihm über Alkohol rede?  
8Vermeide ich es, mit anderen Leuten über das Trinkproblem meines Partners zu reden?  
9Habe ich meinem Partner schon mal mit Trennung bzw. Scheidung gedroht, weil er so viel trinkt?  
10Ärgere ich mich, weil mein Partner meine Ermahnungen nicht ernst nimmt?  
11Wünsche ich mir manchmal den Tod des Partners?  
12Habe ich häufiger das Gefühlt, dass ich gegen den alkoholabhängigen Partner machtlos bin?  
13Habe ich schon häufiger Drohungen, die ich den Betroffenen gegenüber ausgesprochen habe, nicht wahr gemacht?  
14Habe ich das Gefühl, dass der Alkohol eine immer wichtigere Rolle in der Partnerschaft spielt?  
15Übernehme ich zunehmend Aufgaben, die mein Partner eigentlich ausführen könnte?  
16Nehmen die Trennungsgedanken zu - bzw. nehmen sie feste Formen an?  
17Bin ich in letzter Zeit häufiger deprimiert und verzweifelt, weil sich am Trinkverhalten des Partners nichts ändert?  
18Bin ich wegen psychosomatischer Beschwerden in ärztlicher Behandlung?  
19Weiß ich manchmal nicht, woher ich das Geld für den Haushalt nehmen soll?  
20Wechseln meine Gefühle für den Partner häufiger zwischen tiefen Hass und großer Liebe?  
21Habe ich das Gefühl, dass mein Partner noch tiefer abrutscht, wenn ich ihn verlasse?  
22Weiß ich nicht mehr, wie es weiter gehen soll, weil ich so verzweifelt bin?  

Auswertung des Fragebogens: Wenn Sie mehr als acht Fragen mit "ja" beantwortet haben, liegt eine Gefährdung vor, und Sie sollten Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe oder Beratungsstelle aufnehmen.

Quelle des Fragebogens (der hier in der Ich-Form übertragen wurde): Ralf Schneider: Die Suchtfibel. Baltmansweiler (Schneider), 1998.
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