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Co-Abhängige sind die geheimen Helfer der Abhängigen in Familie und
Betrieb. Sie wissen bewusst oder intuitiv sehr genau, was vor sich geht, sind aber nicht sehr indirekt in der Lage, die
Betroffenen auf ihr Verhalten anzusprechen - aus Angst vor Wutausbrüchen, aus falsch verstandener Liebe oder weil sie
sich nicht zuständig fühlen. Ein deutliches Merkmal ist dabei ihre Inkonsequenz. Oft Helfen sie dabei den Betroffenen
über Jahre hinweg, sein Trinkverhalten zu verheimlichen oder sogar zu verfestigen. Dabei machen sie selbst, ähnlich wie
der Alkoholkranke, eine Entwicklung durch, die sie einerseits an den Betroffenen bindet und andererseits immer weiter
mitzieht. Die Gedanken kreisen genauso immer mehr um Alkohol, viele lügen und decken den Betroffenen oder helfen bei
der Beschaffung von neuem Stoff. Verstehen Sie es nicht falsch: Nicht jeder, der in der Umgebung eines Menschen mit
Alkoholproblemen lebt, ist automatisch co-abhängig. Nur wer durch die Sucht mit beeinflusst wird, kann überhaupt
zuständig sein, in ein anderes Leben einzugreifen. Und nur, wenn Ihre Gedanken und Ihr Leben durch den Alkohol bestimmt
werden, können Sie in die Suchtgeschichte gezogen werden. Sind Sie betroffen, so haben Sie aber immer zwei
Möglichkeiten: Sie werden co-abhängig, oder Sie handeln der Situation angemessen.
| Selbsttest: Bin ich co-abhängig? |
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Frage |
Ja |
Nein |
| 1 | Habe ich schon häufiger zu Hause mit ihm getrunken, damit er nicht in der Wirtschaft versackt? | | | | 2 | Fühle ich mich stark, wenn der Abhängige sich schwach fühlt? | | | | 3 | Werde ich von der Verwandtschaft oder Nachbarschaft gelobt, weil ich so tapfer bin? | | | | 4 | Fühle ich mich zum Lügen und Decken von Unregelmäßigkeiten gezwungen, weil ich meinen Partner nicht ausliefern will? | | | | 5 | Hängen meine Gefühle sehr stark von der Situation des Partners ab? | | | | 6 | Kümmere ich mich um alles, weil der Partner es nicht mehr kann? | | | | 7 | Habe ich Angst, der Abhängige könnte aggressiv werden, wenn ich mit ihm über Alkohol rede? | | | | 8 | Vermeide ich es, mit anderen Leuten über das Trinkproblem meines Partners zu reden? | | | | 9 | Habe ich meinem Partner schon mal mit Trennung bzw. Scheidung gedroht, weil er so viel trinkt? | | | | 10 | Ärgere ich mich, weil mein Partner meine Ermahnungen nicht ernst nimmt? | | | | 11 | Wünsche ich mir manchmal den Tod des Partners? | | | | 12 | Habe ich häufiger das Gefühlt, dass ich gegen den alkoholabhängigen Partner machtlos bin? | | | | 13 | Habe ich schon häufiger Drohungen, die ich den Betroffenen gegenüber ausgesprochen habe, nicht wahr gemacht? | | | | 14 | Habe ich das Gefühl, dass der Alkohol eine immer wichtigere Rolle in der Partnerschaft spielt? | | | | 15 | Übernehme ich zunehmend Aufgaben, die mein Partner eigentlich ausführen könnte? | | | | 16 | Nehmen die Trennungsgedanken zu - bzw. nehmen sie feste Formen an? | | | | 17 | Bin ich in letzter Zeit häufiger deprimiert und verzweifelt, weil sich am Trinkverhalten des Partners nichts ändert? | | | | 18 | Bin ich wegen psychosomatischer Beschwerden in ärztlicher Behandlung? | | | | 19 | Weiß ich manchmal nicht, woher ich das Geld für den Haushalt nehmen soll? | | | | 20 | Wechseln meine Gefühle für den Partner häufiger zwischen tiefen Hass und großer Liebe? | | | | 21 | Habe ich das Gefühl, dass mein Partner noch tiefer abrutscht, wenn ich ihn verlasse? | | | | 22 | Weiß ich nicht mehr, wie es weiter gehen soll, weil ich so verzweifelt bin? | | |
Auswertung des Fragebogens: Wenn Sie mehr als acht Fragen mit "ja" beantwortet haben, liegt eine
Gefährdung vor, und Sie sollten Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe oder Beratungsstelle aufnehmen.
Quelle des Fragebogens (der hier in der Ich-Form übertragen wurde): Ralf Schneider: Die Suchtfibel.
Baltmansweiler (Schneider), 1998.
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