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Die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung bedeutet eine tiefe Beeinträchtigung der Beziehung zu sich selbst und zu anderen Menschen.
Der Begriff Borderline (=Grenzlinie) wird seit der ersten Hälfte des letzten
Jahrhunderts verwendet und bedeutete ursprünglich, dass diese Störung
zwischen den Neurosen und den Psychosen anzusiedeln ist. Heute wissen
wir, dass es sich bei Borderline um eine eigenständige Erkrankung handelt,
auch wenn sie Züge verschiedener anderer Erkrankungen in sich trägt. Vor
etwa 25 Jahren ist die Borderline-Störung als psychische Erkrankung in die
psychiatrischen Klassifikationssysteme aufgenommen worden.
An der Borderline-Störung leiden nach unterschiedlichen Schätzungen etwa
ein bis zwei Prozent der Bevölkerung, zirka 2/3 davon sind Frauen. Es wird
angenommen, dass Missbrauchserfahrungen in der frühen Kindheit die
Borderline-Störung mit verursachen können. Wahrscheinlich sind Frauen
auch deshalb häufiger betroffen, weil sie in ihrer Kindheit öfter Missbrauchserfahrungen ausgesetzt sind als Männer.
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