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Als
Konsequenz des häufigen Erbrechens treten medizinische Probleme
auf. Es kommt häufig zu Kaliummangel, der zu Herzrhythmusstörungen führen kann.
Darüber hinaus treten Entzündungen der Speiseröhre, Magenwandschädigungen,
Schwellungen der Ohrspeicheldrüsen, oft erhebliche Schädigungen des
Zahnschmelzes und Veränderung an Haut und Haaren auf. Durch das Einführen des
Fingers oder von Fremdkörpern, um Erbrechen herbeizuführen, kann die Mundhöhle
verletzt werden, außerdem besteht Erstickungsgefahr, wenn der Mageninhalt in die
Luftröhre gelangt. Durch dem Missbrauch von harntreibenden und abführenden
Mittel kommt es, neben dem erwähnten Kaliummangel, zu schweren Störungen des
Mineralstoffwechsels. Häufig leiden bulimische Patientinnen unter
Unterernährung, die u.a. zu Störungen des Hormonsystems führt. Konsequenzen sind
häufig Ausbleiben der Menstruation, Unfruchtbarkeit, Energiemangel und
Kälteempfindlichkeit. Hinzukommen häufig finanzielle Schwierigkeiten, bedingt
durch den großen Nahrungsmittelkonsum und Ausgaben für Abführmittel.
Bei
bis zu 50% der bulimischen Frauen treten, vermutlich als Folge der
Essstörung, depressive Symptome auf. Stimmungslabilität, Schuldgefühle
und Suizidgedanken werden häufig im Zusammenhang mit den Ess- und Brechanfällen
beobachtet. So ist z.B. das Gefühl der Erleichterung nach dem Erbrechen nur von
kurzer Dauer und wird von Niedergeschlagenheit gefolgt. Essanfälle lösen häufig
Selbstvorwürfe, sich selbst nicht genug unter Kontrolle zu haben, aus.
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