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Psychotherapie
DEPRESSION
DefinitionUrsachenSymptomeEinteilung und VerlaufSuizidgefahrBehandlung
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    Donnerstag 17.5.2012
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    Zur Behandlung von Depressionen gibt es heute eine Reihe psychotherapeutischer Verfahren. Anwendung finden vor allem psychoanalytische Therapien, interpersonelle Therapie sowie kognitive Verhaltenstherapie. Die zwei zuletzt genannten Methoden werden hauptsächlich in den angelsächsischen Ländern mit gutem Erfolg angewendet und sind jetzt dabei, auch in der Schweiz Fuss zu fassen. Wegen ihrer nachgewiesenen Wirksamkeit in der Depressionsbehandlung und ihrer rasch zunehmenden Verbreitung sollen sie hier zusammen mit psychoanalytisch orientierten Therapien sowie der Paar- und Familientherapie speziell aufgeführt werden.

    Kognitive Verhaltenstherapie
    Im Zentrum steht hier die Erkenntnis, dass Gedanken imstande sind, Gefühle - bis hin zu Depressionen - hervorzurufen. Bei depressiven Menschen finden sich negative Gedanken bezüglich der eigenen Person («ich bin unfähig, wertlos»), der Umwelt («die anderen verachten mich») und der Zukunft («es wird sich nie etwas ändern»). Diese negativen Überzeugungen treten in der Regel in Sekundenschnelle und automatisch bei unzähligen Gelegenheiten auf und ziehen die depressive Verstimmung nach sich. In der Therapie geht es darum, diese Annahmen zu erkennen, zu hinterfragen und sie durch neue Gedanken zu ersetzen. Wertvolle Hilfe kann dabei auch ein gleichzeitig durchgeführtes Selbstsicherheitstraining leisten.

    Interpersonelle Therapie
    Diese Therapieform stützt sich auf die Erfahrung, dass Depressive oft unglückliche oder problematische Beziehungen zu ihren Mitmenschen unterhalten - sei es als Ursache oder als Folge ihres Leidens. Bei der Behandlung werden deshalb Verlusterlebnisse, momentane Konflikte, einschneidende Lebensveränderungen sowie allgemeine Unsicherheiten in zwischenmenschlichen Situationen bearbeitet. Ähnlich wie bei der kognitiven Verhaltenstherapie liegt das Hauptaugenmerk der Therapie im Hier und Jetzt und befähigt die Betroffenen, ihre Beziehungen aktiver und selbstsicherer zu gestalten, was zu einer Reduktion der depressiven Beschwerden beiträgt.

    Psychoanalytisch orientierte Therapie
    Hauptziel dieser Therapieform ist die schrittweise Interpretation abgewehrter Gefühle in die Persönlichkeitsentwicklung, im Falle der Depression speziell die Auseinandersetzung mit Gefühlen wie Ärger und Enttäuschung, die bei einem Verlust auftreten. Die Betroffenen werden unterstützt, auf innere Vorstellungen (auch Träume) und Gefühle zu achten und ihr Erleben in Zusammenhang mit früheren Erfahrungen zu bringen. Die Therapeutin bzw. der Therapeut versucht, den depressiven Menschen in seiner aktuellen Situation und aufgrund seiner Lebensgeschichte zu verstehen und seine innere Dynamik vorsichtig zu deuten.
    Es gibt eine Reihe von psychoanalytisch orientierten Kurztherapieformen, die zwischen 20 und 50 Stunden dauern. In den Therapiestunden sitzen sich Betroffener und Therapeutin gegenüber. Diese Therapieform erlaubt im Gegensatz zur klassischen Analyse auch Stützung, Beratung und das Verschreiben von Antidepressiva.
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