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Enzug und die verschiedenen Entzugserscheinungen

 
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drumgirl3



Anmeldungsdatum: 04.01.2011
Beiträge: 4
Wohnort: Arnstadt

BeitragVerfasst am: Do 06.Jan.2011 6:09    Titel: Enzug und die verschiedenen Entzugserscheinungen Antworten mit Zitat

Hallo ich würde mich sehr freuen, wenn hier einige von euch, die natürlich selber schonmal einen Entzug gemacht haben, egal,
von welchem Suchtmittel, mir einige ihrer Entzugserscheinungen aufschreiben und beschreiben würden.

Ich habe so sämtliches an InfoZeugs gelesen udn das was ich suche nirgends gefunden.

Zudem denke ich Erfahrungsberichte, von Usern sind die besten.

Denn nur wer selber, soetwas durchhat, kann die Gefühle und Emotionen nachvollziehen.

Ich bedanke mich bei denen, die sich die mühe machen.


Niemand ist perfekt. Jeder hat seine eigene Persöhnlichkeit die gute und schlechte Seiten hat. Jedes Leben ist etwas besonderes. Niemand hat ein Leben ohne Hindernisse. Jeder kann sich glücklich schätzen überhaupt ein Teil dieser Erde zu sein. Und genau das sollte man genießen so lange man die Chance dazu hat. Also erfreue dich an deinem eigenen Leben und lass die anderen so leben wie sie es wollen.
_________________
Manchmal ist Schweigen die einzige Möglichkeit, zuzugeben, wie verletzt man ist.
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jK
Site Admin


Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 461
Wohnort: Erftstadt

BeitragVerfasst am: Di 18.Jan.2011 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo drumgirl3,

warum interessiert Dich das so sehr?

Wie waren denn Deine Entzugserscheinungen?

SVV gehört imho auch zur Sucht, hat also suchtähnlichen Charakter, ist halt nur keine Substanz die man zu sich nimmt.

Ich habe in meinem Leben so Manches durch, egal wovon man runter möchte, es ist nie angehm und all zu oft wird die Sucht nur verlagert und dies dann schön geredet.

Liebe Grüße
jK
_________________
Weil das Leben mich liebt,
liebe ich das Leben.

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Miezi



Anmeldungsdatum: 27.02.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Sa 05.März.2011 19:53    Titel: Hy Ihr Antworten mit Zitat

Tja was soll ich sagen.....mit 11 Jahren hatte ich schon eine Alkoholvergiftung und wäre fast gestorben...ab da habe ich bis vor zwei Jahren alles zu mir genommen(ich werde 25)...mit 12 wurde mir von einem Freund Heroin in die Mischung (kiffen) getan nach 2 monaten merkte ich davon die ersten Entzugserscheinungen...ich musste mich die ganze zeit übergeben hatte wahnsinnige schmerzen in den knochen das ich kaum laufen konnte.Um dies wieder hinzubekommen sagte mein damaliger Freund(mit dem ich dann auch zusammen war)ich solle doch eine Nase Heroin ziehen dann werde es besser...tja in diesem Moment denk ich hat Sich mein Leben dann entgültig gewandelt...ich tat es denn in diesem Moment denkt man nicht nach die Schmerzen waren zu schlimm.Nach 3 Monaten setzte ich mir zum ersten mal einen Schuss als mein Freund im Knast war....tja 13 und voll drauf,wenn ich heute daran denke bin ich entsetzt von mir selber...andere Kinder freuen Sich in dem Alter über ein Spiel oder Kinobesuch ich auf den nächsten Schuss...wenn ich entzügig war ging nichts mehr in meiner härtesten Zeit waren es bis zu 7 gramm am Tag und dazu kam auch noch der Alkohl...diese Entzüge zusammen haben mich oft dazu gebracht dran zu denken aus dem Fenster zu springen....was macht man wenn man Sich nichtmehr bewegen kann fast nichtmehr aufs Klo gehen ok auch wenn es peinlich is es ging einfach manchmal nichtmehr....eigentlich sollte man Sich so verstecken..doch mein Freund schickte mich so zum Schnorren oder auf den Strich,wohl gemerkt ich war 14 Jahre alt....oft konnte ich wie gesagt nichtsmehr nur am schwitzen frieren k*** und durchfall haben gewesen ausgeschaut habe ich wie der Tod persönlich....sogar die Freier kauften vorher die Drogen für mich weil Sie Angst hatten das mir was passiert...tja das mit dem Strich ging 2 Jahre oder so.....gekauft verkauft und mich selber auch noch dazu...als ich dann 2005 ins Methadon Progrann kam war es auch nicht gerade besser ich bekam 8,5ml Polamedon und trotzdem kosumierte ich fleißig weiter...bis mich meine Ärtzin rausschmiss....was verboten is denn der Entzug kann tötlich sein...das war wohl auch der alller aller schlimmste den ich hatte....ich wollte nichtmehr leben!Auch der Alkoholkosum hat mir dabei nicht geholfen 3Promille war der mindestwert den ich hatte...wurde deshalb schon so oft auf Entgiftung eingeliefert....ich muss sagen nur beim Polamedon und Alkoholentzug hatte ich Angst um mein Leben....seit Dezember 09 bin ich nun auf Therapie...aber eigentlich war ich nichtmehr so schlimm auf Heroin....habe oft als Alkoholersatz geschnüffelt also Haarspary inhaliert ein Wunder sagt der Arzt das ich noch normal bin im Kopf nach dieser Drogenkarriere....Auch das inhalieren verursacht Entzugserscheinungen denn es zieht den Sauerstoff aus den Knochen und wenn man es dann nicht mach kannst Du einfach nichtmehr laufen und nur noch k*** ob Du gegessen hast oder nicht...das brachte mich mit 21 auf 30kilo auch dadurch das ich psychisch bedingte Bulemie habe...und ich konnte sowieso nichts essen dann der Entzug da das k*** ich hatte 2-3 mal in der Woche einen Kreislauf zusammenbruch,egal wo sogar der Zug wurde wegen mir schon oft angehalten....naja das waren meine Erlebnisse in Kurzfassung...also bitte Finger weg....und wenn es nur einen Einzigen abschreckt was ich nun preisgegeben habe ist das schon toll...danke
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Andiwa



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 41
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: So 06.März.2011 17:38    Titel: Re: Enzug und die verschiedenen Entzugserscheinungen Antworten mit Zitat

drumgirl3 hat folgendes geschrieben:
Hallo ich würde mich sehr freuen, wenn hier einige von euch, die natürlich selber schonmal einen Entzug gemacht haben, egal,
von welchem Suchtmittel, mir einige ihrer Entzugserscheinungen aufschreiben und beschreiben würden.

Ich habe so sämtliches an InfoZeugs gelesen udn das was ich suche nirgends gefunden.

Zudem denke ich Erfahrungsberichte, von Usern sind die besten.

Denn nur wer selber, soetwas durchhat, kann die Gefühle und Emotionen nachvollziehen.

Ich bedanke mich bei denen, die sich die mühe machen.


Niemand ist perfekt. Jeder hat seine eigene Persöhnlichkeit die gute und schlechte Seiten hat. Jedes Leben ist etwas besonderes. Niemand hat ein Leben ohne Hindernisse. Jeder kann sich glücklich schätzen überhaupt ein Teil dieser Erde zu sein. Und genau das sollte man genießen so lange man die Chance dazu hat. Also erfreue dich an deinem eigenen Leben und lass die anderen so leben wie sie es wollen.


Ich habe nur einmal einen Entzug in einer modernen Klinik gemacht. Es wurde mir M- verabreicht und ich habe fast nichts gespürt und wir haben den ganzen Tag Tv geschaut, uns unterhalten oder sind spatzieren gegangen. Anderen ging es viel schlechter und die bleiben sogar bis zu 3 Monaten in der Klinik. Ich dagegen war mit meinem einseitigen Konsum gut dran. Nach einer Woche war ich schon auf Null und nach 10 Tagen konnte ich heimgehen. Dort hatte ich noch 1 oder 2 Tage leichte Schlafprobleme.

Das 2. Mal, also bevor ich das Ganze endgültig beendete, dosierte ich mich selbst langsam herunter und merkte ebenso nichts.
Dies gilt nicht für alle User sondern nur für mich als Einzelfall. Die meisten Anderen würden ganz etwas anderes schreiben. ZB von schwerwiegenden kalten Entzügen, von anderen Suchtmitteln, die sie sich einverleiben, weil sie auf Entzug sind, usw.
Bei mir kam das nie in Frage: Denn ich habe meine Würde immer behalten und war immer Herr meiner Sucht.
Aus diesem Grund habe ich nur gute Erinnerungen an diese Zeit und denke gerne zurück, auch wenn ich weiss, dass es ein für alle Male beendet ist und es keinen Rückfall geben wird. Ich habe das Suchtmittel freiwillig und ohne Druck von Aussen abgesetzt. Die meisten Leute in meiner Umgebung kriegten meine Sucht jahrelang nicht mit.
Ich hatte ab einer gewissen Zeit einfach keine Lust mehr zu konsumieren und denke heute auch nicht mehr daran. Dies schaffte ich ohne Therapie oder fachliche Hilfe. Es kommt einfach irgendwann im Leben ein Punkt, wo man eine andere Einstellung bekommt.
Zudem habe ich mein inneres Suchtproblem durch die jahrelange Sucht geheilt und weiss, dass es keinen Sinn macht, zu Suchtmitteln zu greifen, wenn man ein Problem hat. Ich bin heute 42. Schon mit 16 war ich süchtig, aber dann beendete ich die Sucht mit 18 und blieb immerhin bis 29 suchtfrei. Erst dann stieg ich neu ein und dies bis 40. Ich hoffe, andere Betroffene kriegen das auch so hin Very Happy

Lg
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Andiwa



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 41
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: So 06.März.2011 18:27    Titel: Re: Hy Ihr Antworten mit Zitat

Miezi hat folgendes geschrieben:
Tja was soll ich sagen.....mit 11 Jahren hatte ich schon eine Alkoholvergiftung und wäre fast gestorben...ab da habe ich bis vor zwei Jahren alles zu mir genommen(ich werde 25)...mit 12 wurde mir von einem Freund Heroin in die Mischung (kiffen) getan nach 2 monaten merkte ich davon die ersten Entzugserscheinungen...ich musste mich die ganze zeit übergeben hatte wahnsinnige schmerzen in den knochen das ich kaum laufen konnte.Um dies wieder hinzubekommen sagte mein damaliger Freund(mit dem ich dann auch zusammen war)ich solle doch eine Nase Heroin ziehen dann werde es besser...tja in diesem Moment denk ich hat Sich mein Leben dann entgültig gewandelt...ich tat es denn in diesem Moment denkt man nicht nach die Schmerzen waren zu schlimm.Nach 3 Monaten setzte ich mir zum ersten mal einen Schuss als mein Freund im Knast war....tja 13 und voll drauf,wenn ich heute daran denke bin ich entsetzt von mir selber...andere Kinder freuen Sich in dem Alter über ein Spiel oder Kinobesuch ich auf den nächsten Schuss...wenn ich entzügig war ging nichts mehr in meiner härtesten Zeit waren es bis zu 7 gramm am Tag und dazu kam auch noch der Alkohl...diese Entzüge zusammen haben mich oft dazu gebracht dran zu denken aus dem Fenster zu springen....was macht man wenn man Sich nichtmehr bewegen kann fast nichtmehr aufs Klo gehen ok auch wenn es peinlich is es ging einfach manchmal nichtmehr....eigentlich sollte man Sich so verstecken..doch mein Freund schickte mich so zum Schnorren oder auf den Strich,wohl gemerkt ich war 14 Jahre alt....oft konnte ich wie gesagt nichtsmehr nur am schwitzen frieren k*** und durchfall haben gewesen ausgeschaut habe ich wie der Tod persönlich....sogar die Freier kauften vorher die Drogen für mich weil Sie Angst hatten das mir was passiert...tja das mit dem Strich ging 2 Jahre oder so.....gekauft verkauft und mich selber auch noch dazu...als ich dann 2005 ins Methadon Progrann kam war es auch nicht gerade besser ich bekam 8,5ml Polamedon und trotzdem kosumierte ich fleißig weiter...bis mich meine Ärtzin rausschmiss....was verboten is denn der Entzug kann tötlich sein...das war wohl auch der alller aller schlimmste den ich hatte....ich wollte nichtmehr leben!Auch der Alkoholkosum hat mir dabei nicht geholfen 3Promille war der mindestwert den ich hatte...wurde deshalb schon so oft auf Entgiftung eingeliefert....ich muss sagen nur beim Polamedon und Alkoholentzug hatte ich Angst um mein Leben....seit Dezember 09 bin ich nun auf Therapie...aber eigentlich war ich nichtmehr so schlimm auf Heroin....habe oft als Alkoholersatz geschnüffelt also Haarspary inhaliert ein Wunder sagt der Arzt das ich noch normal bin im Kopf nach dieser Drogenkarriere....Auch das inhalieren verursacht Entzugserscheinungen denn es zieht den Sauerstoff aus den Knochen und wenn man es dann nicht mach kannst Du einfach nichtmehr laufen und nur noch k*** ob Du gegessen hast oder nicht...das brachte mich mit 21 auf 30kilo auch dadurch das ich psychisch bedingte Bulemie habe...und ich konnte sowieso nichts essen dann der Entzug da das k*** ich hatte 2-3 mal in der Woche einen Kreislauf zusammenbruch,egal wo sogar der Zug wurde wegen mir schon oft angehalten....naja das waren meine Erlebnisse in Kurzfassung...also bitte Finger weg....und wenn es nur einen Einzigen abschreckt was ich nun preisgegeben habe ist das schon toll...danke


Hallo Miezi,

ich hoffe, es geht dir jetzt gut und du wirst nicht mehr rückf.
Ich hatte auch mal Bull. aber das war in meiner suchtfreien Zeit.
Wenn ich zurückdenke, wie oft ich nichts gegessen habe, dann kann ich das heute nicht mehr verstehen.
Ich war zaundürr und hatte mit 29 eine seelische Krise, die sich auf das Essen auswirkte. Bis 32 konnte ich ab 14h nichts mehr essen und davor nur wenig, oft den ganzen Tag gar nichts.
Als ich wieder neu in die Sucht einstieg, ging die Bull. weg und ich konnte dank meiner stabileren seelischen Verfassung, die mir das Suchtmittel gab, wieder normal essen. Dennoch hatte ich oft kein Geld zum Essen, aber wenn ich mal aas, dann mit grossem Wohlgefallen.
Zum ersten Mal war ich angstfrei und hatte keine Depressionen mehr.
Ich dachte damals, nun würde ich nie mehr Probleme haben.
Die Probleme waren dann anderer Natur:
Es ging um die Angst, dass der Suchtstoff ausging.
Und alles Handeln bezog sich dann auf Nachschub.
Freunde waren nicht mehr wichtig und man war am zufriedensten allein, wenn mal mal endlich Ruhe und Zeit hatte für sich. Dann genoss man den Suchtstoff, erledigte die Dinge, die liegengeblieben waren und ging abends mit seinen besten Freunden weg. Dies war dann etwas Besonderes und man konnte jeden Moment geniessen.
Ich gebe zu, manchmal trauere ich dieser Zeit nach, denn sie war etwas Besonderes.
Aber das war nicht der Suchtstoff, der das erzeugte. Sondern der Pegel des Sein und Habens. Die Zeit war immer eingeteilt und die Dinge, die man mal machen konnte, da man keinen Engpass hatte, boten einen seltenen Genuss, da man wusste, sie sind zeitlich begrenzt.
Dann gab es wieder Action und man wurde gefordert.
Das Suchtmittel spielte überhaupt die wenigste Rolle, sondern die Gefühle, die durch die Sucht zur Geltung kamen. Das war ein starkes Hochgefühl, noch bevor man das Mittel überhaupt einnahm, oder betrübliche Angst, noch bevor es ausging.
Der Konsum ist, um mal ehrlich zu sein, langweilig und es geschieht nicht viel.
Irgendwann nickt man ein, man ist ruhig und gelassen und irgendwie, oberfl. erfüllt. Als ich das Ding absetzte, bekam ich keine Depressionen und bin auch sonst seelisch stark geworden. Mit der Sucht war es oft wie im Krieg- Es ging immer nur um sich selbst und nie um andere.
Auf jeden Fall trauere ich der Zeit manchmal nach, weil sie so unbeschwert und einfach war, dies obwohl ich weiss, dass es nie mehr so sein wird, da sie nie mehr zurückkommen wird.
Ich habe mich gegen sie entschieden und nun mache ich eine ganz andere Lebenserfahrung. Ich habe geheiratet, eine Firma gegründet und weiss nun endlich was ich im Leben soll. Da ist für eine unbeschwerte Sucht kein Platz mehr.
Auch mein Glaube an Gott ist gross geworden.
Nicht weil ich ihn zur Befreiung brauchte, das ging von allein, sondern weil ich den Sinn des Lebens anfing zu sehen.
Als ich das Mittel absetzte, blieb sein Dauereffekt wie bei einer Langzeit-Medizin zurück. Ich fühle fast nie Leere oder Unausgeglichenheit und bin immer mit mir selbst. Dann ist meine Konzentration besser geworden wie vor der Sucht und ich habe nie Depressionen.
Ich würde dennoch jedem abraten, ein Suchtmittel, egal welches zu nehmen, denn 99 Prozent aller Betroffenen machen damit negative Erfahrungen. Eine Spritze kann das Ende sein. Ich hatte mit Spritzen nie etwas zu tun.
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