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ich weiß einfach keinen Betreff

 
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lex



Anmeldungsdatum: 24.05.2007
Beiträge: 1102

BeitragVerfasst am: Fr 29.Jan.2010 18:26    Titel: ich weiß einfach keinen Betreff Antworten mit Zitat

Hallo

Ich weiß nicht, ich will am liebsten gar nichts schreiben, vielleicht die Hoffnung auf ein bisschen Halt, ich weiß es nicht.

Ich meine es war in der letzten Therasitzung, ich erzählte Thera davon das mein Vater wieder ins KH muss, wegen MRT und anscheind muss wieder etwas entfernt wegen, hat sich wieder ein bisschen etwas neu gebildet bei dieser Krebssache, ach ich kann es alles gerade nicht so schreiben, es geht mir nicht gut, ich krieg die Worte nicht hin.
Irgendwann fing Thera an und die Frage was wäre wenn meinen Eltern etwas passieren würde und ich sagte sofort das ich darüber nicht reden will, ich weiß nicht mehr ob er gleich davon abgelassen hatte, ich kann mich nicht mehr genau dran erinnern.
Entweder war es noch am selben Abend oder einen Tag oder so danach, ich war am Abend bei Oma und sie fing an auf mich einzureden wegen Arbeit und man muss den Willen haben, Oma hat keine Ahnung davon das ich Missbrauchsopfer bin, es ist besser so für sie und ich sagte Tausend Mal, was sie irgendwie nicht so wirklich zu interessieren scheint das ich den Willen habe, aber es nicht geht, ach ich weiß einfach nicht wie ich´s sagen soll und dann kam sie auch an und sie hörte nicht auf, was wäre wenn meinen Eltern etwas passieren würde.
Ich hab immer wieder gesagt das ich darüber nicht reden will und ich kann das hier nicht das zu schreiben, es ist so grauenhaft für mich, es ist so schlimm.
Jeden Tag schlag ich auf meinen Kopf ein weil ich diese Gedanken nicht aushalte, warum musste Thera und meine Oma dieses nur ansprechen, es ist wie als wenn ich das vergraben hatte, die dran gebuddelt hatten mit ihren Fragen und sie es ausgebuddelt haben, ich komm damit nicht klar und ich hab unheimliche Angst.
Ich fühl mich allein gelassen damit, sie fangen an darüber zu reden, buddeln es aus und ich werd dann damit allein gelassen und bleib allein damit zurück.
Ich hab niemanden mit dem ich darüber reden kann, Lex ist nicht mehr da, bester Freund hat keine Zeit, ich kann nicht.

Lieben Gruß
die lex
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Mia-Maus



Anmeldungsdatum: 09.10.2009
Beiträge: 41
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: Fr 29.Jan.2010 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

ach lex,

fühl dich mal eben ganz dolle gedrückt.

das les ich ja gar nicht gern, das es dir schlecht geht. weisst du, in der thera ist es wohl oft so, dass man dinge anspricht, über die man eigentlich nicht reden möchte. wovor hast du denn so viel angst?
dass deine eltern irgendwann nicht mehr sind?

weisst du, es hört sich jetzt wahrscheinlich unheimlich schwer an, aber wenn dein vater krebs hat, dann wirst du dich früher oder später damit auseinander-setzen müssen, dass er sterben könnte. ich weiß ja nicht, wie schlimm er krank ist, aber ich denke es könnte schon viel helfen, wenn du dir im vornherein gedanken darüber machst.

vielleicht war also der anstoss von deiner thera gar nicht mal so schlecht, auch wenn du dich momentan ausserstande siehst, diese gedanken zuzulassen. lass dir zeit damit, wenn du nicht drüber reden, oder drüber nachdenken willst, dann lass es erst mal bleiben, aber sie es nur als aufschub. ich hoffe auf jeden fall, dass es dir bald besser geht.

wenn du alleine bist, ich komm evtl. später noch in den chat, wenn du lust hast, zu quatschen.

lg
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lex



Anmeldungsdatum: 24.05.2007
Beiträge: 1102

BeitragVerfasst am: Fr 29.Jan.2010 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Mia-Maus

Ich danke dir sehr für deine Zeilen.

Zitat:
wovor hast du denn so viel angst?
dass deine eltern irgendwann nicht mehr sind?


Im groben, ja.
Ich will und kann irgendwie, besser ich will nicht drüber reden.

Zum einen hatte es wohl auch Verarbeitungsmäßig vielleicht etwas gutes das Thera das angesprochen hatte, weil ich vielleicht wieder eine kleine Erweiterung im Punkte Missbrauch und Erinnerungen habe, ganz sicher bin ich mir zwar noch nicht, aber naja, mal gucken.

Ich hab meinem Vater vorhin einen Brief geschrieben, gesagt wie ich mich fühle, weil ich´s ihm anders nicht sagen kann, ich hatte Angst ihm diesen Brief zu geben, hab´s dann aber doch gemacht, es war schwer und gefühlschaos.
Wir haben auch schon geredet, war soweit gut.

Lieben Gruß
die lex
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jK
Site Admin


Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 461
Wohnort: Erftstadt

BeitragVerfasst am: Fr 05.Feb.2010 4:25    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Lex,

da ist ja im Moment noch immer oder schon wieder eine ganze Menge in Bewegung und ich kann Deine Ängste schon verstehen, daß Du manche Gedankengänge am liebsten gar nicht zulassen möchtest, weil es so sehr weh tut.
Doch leider ist es, daß Gedanken und Gefühle zu verdrängen eine wahnsinnige Kraft kostet, viel mehr Kraft als es kostet die Gedanken zuzulassen.

Es tut weh, es ist schrecklich und bisweilen fühlt es sich so an, als müsse man sterben ... doch Gedanken und Gefühle können Dich nicht umbringen, im Gegenteil sie machen Dich mit der Zeit immer stärker und lebensfähiger.

Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut und Licht
Liebe Grüße
jK
_________________
Weil das Leben mich liebt,
liebe ich das Leben.

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elli



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mo 22.Feb.2010 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mir vorstellen wie schwer es für dich war als du plötzlich mit dem Thema (Tod der Eltern) konfrontiert wurdest. Darüber spricht glaube ich keiner gerne. Aber wie schon erwähnt macht das Verdrängen und Ignorieren des Themas viel mehr Probleme als die Konfrontation damit. Denn ich glaube es ist wichtig, dass man auch ein wenig auf solchen Themen vorbereitet sein soll. Ich weiß es ist sehr schwer und traurig über Schicksalsschläge nachzudenken, aber ich finde das gehört dazu, um dann nicht völlig unerwartet überrascht zu werden, wenn etwas passiert.
_________________
Mut ist nicht die Abwesenheit, sondern die Kontrolle von Angst.
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