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Versuch Medikamente abzusetzen
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: Fr 05.März.2010 18:44    Titel: Versuch Medikamente abzusetzen Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben.

Habe mich jetzt dazu entschlossen mein letztes Antidepressivum noch ab zu setzen. Hoffe sehr das ich es ohne große Schwierigkeiten schaffen werde. Eines habe ich ja vor einen Monat ausgeschlichen - und dabei lief alles gut.
Ganz langsam und mit Absprache meiner Thera werde ich dabei vorgehen. Die Tablette kann ich sogar vierteln, also jede Woche ein viertel weniger so müsste es gehen.

Hoffentlich geht alles gut Rolling Eyes .

LG eure Silberring.
_________________
Spuren Im Sand...Zeichen Meiner Liebe, Die Dich Traegt Und Nie Verlaesst!
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Andiwa



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 41
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr 05.März.2010 21:30    Titel: Re: Versuch Medikamente abzusetzen Antworten mit Zitat

Silberring hat folgendes geschrieben:
Hallo ihr Lieben.

Habe mich jetzt dazu entschlossen mein letztes Antidepressivum noch ab zu setzen. Hoffe sehr das ich es ohne große Schwierigkeiten schaffen werde. Eines habe ich ja vor einen Monat ausgeschlichen - und dabei lief alles gut.
Ganz langsam und mit Absprache meiner Thera werde ich dabei vorgehen. Die Tablette kann ich sogar vierteln, also jede Woche ein viertel weniger so müsste es gehen.

Hoffentlich geht alles gut Rolling Eyes .

LG eure Silberring.


hallo silberring,

ich hoffe, dass es klappt.
Leider habe ich nur schlechte erfahrungen mit antidepressiva und das schon vor 25 jahren.
Mit 16 hatte ich eine depressive phase und ging ohne das wissen meiner eltern zu einem psychologen. Damals war das alles noch sehr locker gehandhabt.
Er verschrieb mir eine tablettenkur mit tavor, anafranil und einem anderen antidepressiva.
Die folge waren starke highgefühle und immer mehr handlungen, die ich nüchtern nie gemacht hätte.
Ich schnappte über, obwohl ich das genau so einnahm, wie der arzt sagte.
In einem anfall von sucht, löste ich das rezept 10x ein und kaufte mir genügend vorrat. Das ging vor 25 jahren noch, da man das rezept ohne stempel wieder mitbekam.
Ich wurde abhängig von dem zeug und trank ab und zu noch was dazu, dass die wirkung stärker werden sollte.
Dann traf ich zum glück meinen damaligen freund und er sagte ich muss dringend mit dem zeug aufhören, das wird mich zerstören. Hatte mir inzwischen schon von einem anderen arzt weckamine (captagon) verschreiben lassen und nahm das auch noch.
Tatsächlich geschahen vor dem captagon schon unangenehme dinge im tabletten wahn der antidepressiva, für die ich mich dann sehr geschämt habe.
Ich kam erst von den tabes runter als ich mit harten drogen anfing.
Da hatte ich aber keine blackouts mehr und wusste immer was ich tat.
Ich hörte auf als meine eltern die tabletten fanden und erfuhren, dass ich inzwischen an der nadel hing. Ich ging nach england und schaffte da noch mal einen ausstieg, ich war gerade 17.
Die drogensucht wäre mir ohne antidepressiva nie widefahren. Ich nahm eigentlich nur drogen um mich umzustellen und von den tabletten wegzukommen, was dann auch gelang.
Seit meiner umstellung habe ich keine tabletten mehr angerührt und auch keinen schnaps mehr getrunken.
Mit 16 konnte ich mit erwachsenen männern flaschenweise cognac trinken, heute würde ich nicht mal mehr einen schluck vertragen.
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Andiwa



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 41
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr 05.März.2010 21:33    Titel: Re: Versuch Medikamente abzusetzen Antworten mit Zitat

Andiwa hat folgendes geschrieben:
Silberring hat folgendes geschrieben:
Hallo ihr Lieben.

Habe mich jetzt dazu entschlossen mein letztes Antidepressivum noch ab zu setzen. Hoffe sehr das ich es ohne große Schwierigkeiten schaffen werde. Eines habe ich ja vor einen Monat ausgeschlichen - und dabei lief alles gut.
Ganz langsam und mit Absprache meiner Thera werde ich dabei vorgehen. Die Tablette kann ich sogar vierteln, also jede Woche ein viertel weniger so müsste es gehen.

Hoffentlich geht alles gut Rolling Eyes .

LG eure Silberring.


hallo silberring,

ich hoffe, dass es klappt.
Leider habe ich nur schlechte erfahrungen mit antidepressiva und das schon vor 25 jahren.
Mit 16 hatte ich eine depressive phase und ging ohne das wissen meiner eltern zu einem psychologen. Damals war das alles noch sehr locker gehandhabt.
Er verschrieb mir eine tablettenkur mit tavor, anafranil und einem anderen antidepressiva.
Die folge waren starke highgefühle und immer mehr handlungen, die ich nüchtern nie gemacht hätte.
Ich schnappte über, obwohl ich das genau so einnahm, wie der arzt sagte.
In einem anfall von sucht, löste ich das rezept 10x ein und kaufte mir genügend vorrat. Das ging vor 25 jahren noch, da man das rezept ohne stempel wieder mitbekam.
Ich wurde abhängig von dem zeug und trank ab und zu noch was dazu, dass die wirkung stärker werden sollte.
Dann traf ich zum glück meinen damaligen freund und er sagte ich muss dringend mit dem zeug aufhören, das wird mich zerstören. Hatte mir inzwischen schon von einem anderen arzt weckamine (captagon) verschreiben lassen und nahm das auch noch.
Tatsächlich geschahen vor dem captagon schon unangenehme dinge im tabletten wahn der antidepressiva, für die ich mich dann sehr geschämt habe.
Ich kam erst von den tabes runter als ich mit harten drogen anfing.
Da hatte ich aber keine blackouts mehr und wusste immer was ich tat.
Ich hörte auf als meine eltern die tabletten fanden und erfuhren, dass ich inzwischen an der nadel hing. Ich ging nach england und schaffte da noch mal einen ausstieg, ich war gerade 17.
Die drogensucht wäre mir ohne antidepressiva nie widefahren. Ich nahm eigentlich nur drogen um mich umzustellen und von den tabletten wegzukommen, was dann auch gelang.
Seit meiner umstellung habe ich keine tabletten mehr angerührt und auch keinen schnaps mehr getrunken.
Mit 16 konnte ich mit erwachsenen männern flaschenweise cognac trinken, heute würde ich nicht mal mehr einen schluck vertragen.
Ich denke du hast bessere erfahrungen mit antis als ich.
Lg
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: Sa 06.März.2010 1:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Ich glaub schon das ich das schaffen werde. Nehme sie ja erst seit September. Und sie bringen mir ja kein "Hochgefühl" oder irgendetwas ähnliches.
Da hast du aber auch schon eine ganze Menge durchlebt Andiwa. Freud mich das du das alles hinter dir gelassen hast.

LG Silberring.
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: So 21.März.2010 7:03    Titel: Antworten mit Zitat

Gut zwei Wochen sind vergangen, das ich nur noch eine 3/4 Tbl. nehme. Bisher merke ich keinen Unterschied zu vorher. Ab Heute werde ich dann auf 1/2 Tbl. reduzieren. Bin sehr froh das es so gut verläuft bis jetzt Smile .

Grüße Silberring.
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Jordan



Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 409
Wohnort: im Norden

BeitragVerfasst am: So 21.März.2010 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Daumen sind gedrückt, liebe Silberring. Ich bin mir sicher, dass Du das packst. Du hast ja für eventuelle Tiefs auch den Rückhalt Deiner Therapeutin, das ist ganz viel wert.

Jordan
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Die Eltern sollen uns nie das Leben lehren wollen, denn sie lehren uns ihr Leben.

R. M. Rilke
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Gracy



Anmeldungsdatum: 08.03.2010
Beiträge: 101

BeitragVerfasst am: Mo 22.März.2010 9:05    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Silberring,

Ich bin mir sicher, dass du es schaffst deine Medikamente abzubauen. Ich drücke dir die Daumen. Soweit bin ich leider noch nicht, bin froh,wenn ich den Tag mit Medikamente schaffe. Denk dran der Frühling ist da,die Sonne lässt sich blicken und die Blumen blühen. Wenn es mal schwierig für dich ist, deine Therapeutin wird dich unterstützen. Du schaffst das.

Liebe Grüsse Gracy


(Ich hatte dir schon eine Nachricht geschrieben,aber irgendwie weiss ich nicht wo die gelandet ist.)[size=12][/size]
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Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: So 04.Apr.2010 4:37    Titel: Antworten mit Zitat

So ihr Lieben, seit ein paar Tagen nehme ich nur noch 1/2Tabl. und es geht mir soweit gut damit. Bin echt sehr dankbar und froh das es bis jetzt so gut läuft. Ich denke man wird eh erst auf lange Zeit merken ob ich es ohne Antidepressivum wirklich schaffe.

Lieber Gruß eure Silberring.
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Jordan



Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 409
Wohnort: im Norden

BeitragVerfasst am: So 04.Apr.2010 9:53    Titel: Antworten mit Zitat

Du schaffst das! Da bin ich mir ganz sicher.

Jordan
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R. M. Rilke
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: So 04.Apr.2010 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Dann will ich dir das mal glauben liebe Jordan Wink .

Lieber Gruß Silberring.
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: So 11.Apr.2010 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Auf anraten meiner Thera werde ich vorerst noch bei einer halben Tablette bleiben. Bin nämlich im Moment wieder etwas instabil und suizidal. So das sie meint es könne sein das es daran liegt das ich das Opipramol reduziert habe. Sie möchte eigentlich das ich wieder steiger, aber ich möchte es erstmal noch so versuchen. Wenn es nicht geht erhöh ich wieder Rolling Eyes Nun möchte sie mich schon morgen früh gleich wieder sehen - untypisch da ich in letzter Zeit immer Donnerstag Abend bei ihr war.

LG Silberring.
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Jordan



Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 409
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BeitragVerfasst am: Mo 12.Apr.2010 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Silberring, wie war es bei Deiner Therapeutin? Ich hoffe, dass die Sitzung ein wenig geholfen hat, Deine düsteren Gedanken abzufedern...

Ich wünsche es Dir von Herzen, und auch, dass Du mit dem Absetzen der Medikamente keine heftigen Rückschläge erleben musst. Die Daumen sind gedrückt.

Liebe Grüße,

Jordan
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R. M. Rilke
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: Mo 12.Apr.2010 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Jordan.

Danke deiner Nachfrage. Mein Termin heute war sehr positiv. Es tut mir einfach gut wenn ich mich wieder ein Stück weiter öffnen kann - und das war heute wieder mal der Fall. Das das mit dem Absetzen der Medikamente nicht so leicht werden wird damit hatte ich schon irgendwie mit gerechnet. Sie meint halt auch das ich mir nicht gerade den besten Zeitpunkt dafür gewählt habe. Jetzt wo es doch bald wieder auf eine Op und Narkose hinaus läuft wäre es schon besser ich bin vorher seelich etwas stabil. Jetzt hat sie vor Pfingsten 2Wochen Urlaub und macht sich Sorgen wie ich damit zurecht komme. Aber ich bin ja bei meiner Ärztin gut versorgt - Morgen bin ich bei ihr bestellt. Und werde sie fragen ob sie schon näheres weiß wann ich in die Klinik gehen kann (kommt ja drauf an das der Arzt zu der Zeit auch da ist). Ist gerade viel Angst und Gefühlschaos in mir Sad . Weiß auch nicht so richtig. Das ist für mich so als ob ich durch die Einwilligung zur Op freiwillig nochmal alles über mich ergehen lasse was früher geschehen ist...

Lieber Gruß die etwas verzweifelte Silberring.
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Jordan



Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 409
Wohnort: im Norden

BeitragVerfasst am: Mi 14.Apr.2010 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Silberring,

wie war der Besuch bei der Ärztin? Dass Du Dich vor dem Urlaub Deiner Therapeutin fürchtest, kann ich mir vorstellen. Ging mir nicht anders, ich hatte heute die erste Sitzung nach zwei Wochen Pause...

Zitat:
Das ist für mich so als ob ich durch die Einwilligung zur Op freiwillig nochmal alles über mich ergehen lasse was früher geschehen ist...


Konntest Du das in der Therapie besprechen, dass Du dieses Gefühl hast? Ich meine, im Grunde ist es ja sowas wie ein größerer Flashback, den Du da erlebst. Und was sagte Deine Therapeutin dazu? Brauchst das aber nicht zu beantworten, wenn Du nicht magst.

Vielleicht kannst Du die Sichtweise ein wenig verändern, indem Du die Gefühle, die dann mit der tatsächlichen OP entstehen (unmittelbar vorher und nachher), möglichst zeitnah besprichst, so dass sie nicht die Oberhand über Dich gewinnen können? Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du damit gut umgehen kannst.

Alles Liebe,

Jordan
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R. M. Rilke
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: Do 15.Apr.2010 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jordan.

Das Gespräch war ganz gut. Termin hab ich noch keinen, aber sie setzt sich mit ihm in verbindung.
Ja meine Thera weiß gut Bescheid was die Narkose bei mir bewirkt und hat mir einen brief mit gegeben für den Arzt das der weiß was er zu beachten hat und er könne sie jederzeit anrufen wenn es Probleme gibt. Dann brauch ich wenigstens nicht so viel erklären.Da steht halt drinn das ich ein PTBS habe aufgrund einer Vergewaltigung als junges Mädchen und das diese Narkosen mich retraumatisieren und ich dann ersthaft an Suizid denke. Und nach der Op werde ich dort psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen - das wäre dann eine Ärztin.Und zur Narkoseeinleidung ist meine Schwester bei mir.

Zitat:
Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du damit gut umgehen kannst.
Dankeschön, ich weiß es wirklich zu schätzen.

LG Silberring.
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