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Mein Gott - mein Navigator

GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Sonntag 7.9.2008
FREI SEIN ? !
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WirKompass, Navigation haben uns einen GPS-Navigator fürs Auto angeschafft. Wir sind gut damit zu anderen Orten geleitet worden. Sie fragen zu recht: Was hat der Navigator mit Gott zu tun? Ich komme noch dazu, die Frage zu beantworten.
Viele Satelliten am Himmel senden Signale und ein GPS-Empfänger gibt sie zum Computer weiter. Ein Navigationsprogramm errechnet aus den Satellitenpositionen meine eigene Position und danach den Weg oder die Route, die ich nehmen muss, um gut zum Ziel zu kommen.

Dieser GPS-Navigator hat mich nachdenklich gemacht. Er hat mir Parallelen zum Leben mit oder ohne Gott gezeigt. Gott ist nämlich der große Navigator im Leben eines Christen.
So wie die Satelliten helfen meine Fahrtroute  zu bestimmen bzw. errechnen, so kann die Route für mein Leben durch den Großen Navigator - Gott - bestimmt werden, wenn ich es zulasse. Wenn nicht, so werde ich mein Ziel verfehlen. Zielverfehlung aber heißt Sünde.

Mein Fahrt-Ziel mit dem Auto kennt der Computer nicht. Das Ziel muss ich eingeben. Das ist meine Weg-Entscheidung. Genauso muss ich auch eine Weg-Entscheidung für mein Leben treffen.
Wenn alles richtig funktioniert, komme ich auch in unbekannten Gegenden recht gut zum Ziel und werde direkt bis vor die Haustür geleitet.
Eine freundliche Computerstimme sagt mir wann ich rechts oder links abbiegen muss. Ich kann noch viele andere Daten ablesen, wie die Gesamtentfernung oder die Entfernung bis zum Abbiegen, die Fahrtzeit, die Himmelsrichtung und vieles mehr. Ich kann aber auch erkennen und hören, wenn ich falsch abgebogen bin.
Dann sagt die Computerstimme mir einen neuen Weg zum richtigen Ziel. Und wenn ich die neue Route nicht beachte, sagt die Stimme: "Wenn möglich sofort umkehren!"

Befolge ich die Anweisungen, komme ich wieder auf den richtigen Weg und werde das Ziel nicht verfehlen.
So ist es auch in meinem Leben. Wie oft habe ich mein Ziel verfehlt. Sünde kam in mein Leben. Ich bin eigene Wege gegangen und habe mich verfahren. Das kostet Zeit, Mühe, Nerven, verletzt mich selber und oft andere Menschen.
So ein GPS-Navigator sagt dann: "Wenn möglich sofort umkehren!". Das heißt aber nicht, dass ich zum Ausgangspunkt meiner Fahrt zurückkehren muss, sondern, dass ich die neue Routenplanung akzeptieren sollte, um ans Ziel zu kommen.

IchWeg im Licht, Foto Benjamin Gimmel kann die Zeit nicht zurückdrehen und mein Leben an einen Ausgangspunkt vor einer Woche, oder vor einigen Jahren zurück verlegen. Aber ich kann mir eine neue Route von Gott für mein Leben geben lassen, damit ich das Ziel neu vor Augen habe. In meinem Leben ist es Gott, der mir aus Zielverfehlungen heraus hilft und mir eine neue Route zum Ziel gibt.
Der geistliche Navigator ist Gott, es ist die Bibel, es sind die Gottesdienste und die Gespräche mit anderen Gläubigen. Und es ist der Heilige Geist, wenn ich ihm den Raum in meinem Herzen einräume.
So wie ich aber auch Störungen am GPS-Navigator haben kann, z.B. durch Abdecken der Antenne oder Unterbrechen des Stromes, so kann ich auch Störungen zu meinem geistlichen Navigator haben. Wenn ich die Gottesdienste nicht besuche, nicht mehr bete, nicht mehr die Bibel lese, dann ist die Verbindung gekappt. Dann fahre ich ohne geistlichen Routenplaner durchs Leben, denn der Heilige Geist hat keine Verbindung mehr zu meinem Herzen.
So gesehen war der gekaufte GPS-Navigator für mich ein Lehrstück über Gottes Routenplanung in meinem Leben.

Und wann nehmen Sie wieder Verbindung zu Ihrem großen Navigator auf? Ein Gebet wäre ein guter Anfang.

Euer Gerhard aus Gelsenkirchen.
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