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Ana
Bittere Tränen, leuchtende Hoffnung
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KURZGESCHICHTE
Mittwoch 7.1.2009
FREI SEIN ? !

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Von ihren neuen Freunden bekam Ana hin und wieder etwas zu rauchen, so konnte sie den inneren Schmerz etwas leichter aushalten. Sie genoss Marihuana, konnte damit ihre Sorgen vergessen, vielleicht würde es ihr auch helfen, wieder etwas froher ins Leben zu blicken. Zumindest half es ihr, zu lachen und die Spielchen der Reichen mitzumachen. Sie erwarteten Spaß und Vergnügen, während sie innerlich weinte und nach Glück schrie.

In die Niederlande - Ehe auf Papier
Die Mädchen im Prostituierten-Hotel gaben ihre Informationen auch an andere Frauen weiter. Südamerikanische Frauen treffen sich oft, einfach um zusammen zu sein und um jemanden zum Zuhören zu haben. Meistens gehen sie zusammen essen. Desi war eine von Anas besten Freundinnen und auch eine Prostituierte im Hotel. Eigentlich basieren die meisten Freundschaften unter Prostituierten auf Sex, die von Ana und Desi nicht. Sie mochten sich einfach nur. Ana stellt Desi auch heute noch als Freundin vor.

"Etwas, was ich in meinem Leben wirklich als »Sünde« bezeichnete, war lesbischer Sex. Anfangs konnte ich es nicht akzeptieren. Es ging zu sehr gegen meine Natur. Desi war einfach eine gute Freundin. Wir diskutierten über alles mÖgliche. Wir gaben einander gute Tipps wenn wir zum Beispiel eine Ladung Kleidung erwarteten, die über die Grenze von Kolumbien kommen sollte. Oder wir gaben uns Hinweise, wo man extra Geld machen konnte.

Auf diese Weise ging ich mit einigen Freunden nach Caracas, der Hauptstadt von Venezuela. Ein Kollege nahm mich mit in ein Haus, in dem viele dominikanische Handelsfrauen sich trafen, um zusammen zu essen und über ihre Erfahrungen zu sprechen. Während des Essens kam die Polizei, führte eine Razzia durch und nahm uns in Arrest.
Wir wurden zur Polizeiwache gebracht, da die Polizisten Frauenhandel vermuteten. Ich konnte beweisen, dass ich damit nichts zu tun hatte und wurde am selben Abend noch entlassen.
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