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Ana
Bittere Tränen, leuchtende Hoffnung
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KURZGESCHICHTE
Donnerstag 17.5.2012
FREI SEIN ? !

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Verloren in Amsterdam
Sie waren nur einige Tage in Amsterdam, als Ana von der harten Wirklichkeit eingeholt wurde. Jeffrey hatte einen neuen Gastgeber, auch von den Antillen, gefunden, der genau wusste, wo man die besten Drogen kaufen konnte. Vom allerersten Tag war Jeffrey in seinem neuen Leben gefangen. Es dauerte nicht lange, bis seine Unterstützung kam, aber Jeffrey dachte gar nicht daran, diese mit Ana zu teilen. Ihr Geschäft war ihm egal und es kümmerte ihn auch nicht, dass sie sich müde und verlassen fühlte. Er würde in den Niederlanden zurechtkommen und auch Ana war bis jetzt immer zurechtgekommen, sie würde es auch jetzt schaffen. Prostituierte hatten in Amsterdam immer genügend Freier. Ana war bei einer Freundin zurückgeblieben. die selber genug Probleme hatte. Sie hatte Ana und Jeffrey in Empfang genommen, damit meinte sie ihre Schuldigkeit getan zu haben.

In den ersten Tagen lief Ana ohne Geld durch Amsterdam, sie konnte weder die Sprache sprechen noch war ihr die Kultur bekannt. So lief sie durch das Zentrum, schaute sich Geschäfte und Lokale an. Banken, Souvenir-Geschäfte. Sie sah die Tauben auf Dam Square, große Einkaufszentren. Kanäle, Brücken und die U-Bahnen. Sie hörte die klingelnden Trams, sah Tausende an ihr vorbei hastende Fußgänger und hörte die Straßensänger. Zwischen glücklichen Einkäufern und den schicken Geschäftsleuten in ihren dunklen AnzÜgen sah Ana Betrunkene, verwahrlost aussehende weibliche Tramps und Straßenkinder. Sie hatte ihren Weg in das Herz von Amsterdam gemacht. Hatte sie wirklich gehofft, hier die Zukunft für sich und ihre Kinder aufzubauen?

Allein, und wo anfangen? Wie kann man einen neuen Start machen in einem fremden Land? Würde sie Arbeit finden wie in Santo Domingo? Wie z.B. einfache Mahlzeiten kochen und in den Straßen verkaufen. oder »Arepas« machen?
Suchen Niederländer nach einer Frau, die ihnen die Wäsche wäscht oder bügelt? Zu Hause wusste sie viele Wege, wie man Geld verdienen konnte. Zu Hause war sie mit dem Straßenhandel vertraut, aber in Amsterdam schien es nur große Einkaufszentren zu geben.
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