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Ana
Bittere Tränen, leuchtende Hoffnung
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KURZGESCHICHTE
Montag 22.9.2014
FREI SEIN ? !

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bei ihm waren nicht länger notwendig. Er bat sie freundlich, ihm die Kleidung zurückzugeben. Anas Mutter hatte nicht nur ihre »Arbeit« verloren sondern auch ihr Verhältnis. Wie so oft war es nur eine zeitlich begrenzte Affäre. Zeitlich begrenzt, allerdings nicht in Bezug auf die Konsequenzen: die Kinder! Sie gingen zu Lasten der jungen Frau, Anas Mutter.

Es dauerte nicht lange, bis sie ein neues Verhältnis begann. Ein Mann zog bei ihr ein. Sie heirateten nicht, aber ihre Absichten schienen ehrlich zu sein. Lange Zeit war er Anas Stiefvater. Als Ana fünf war, zog die familie nach Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Egal wie hart die Mutter und der Stiefvater auch arbeiteten, es war nie genug Geld da. Armut war ein großes Problem in der Familie.

Ein ganz anderes Problem war die Traurigkeit von Anas Mutter. Ana sah sie oft weinen. Sie war tief enttäuscht, weil ihr Stiefvater noch so viele andere Frauen liebte.

"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mich als Kind jemals glücklich gefühlt habe. Da war immer Schmerz in mir. Ich habe nicht verstanden, warum, aber er war einfach da. Obwohl ich wusste, dass meine Mutter uns liebte, habe ich niemals Liebe empfunden. Sie hatte keine Zeit für uns, sie musste immer sehr hart arbeiten. Wenn ich sie weinen sah, musste ich auch weinen. Meine Traurigkeit blieb und alle meine Fragen zu dieser Traurigkeit blieben unbeantwortet. Ich war ein zurückgezogenes, kleines Mädchen.

Meine Mutter war immer fleißig. Waschen für einige Leute, bügeln für andere, kochen, Dinge herstellen, die wir Kinder verkaufen konnten und natürlich frühmorgens auf den Straßen Brötchen verkaufen. Das Haus, in dem wir lebten, war klein. Es war immer sehr voll. Meine Mutter bekam sechs Kinder von meinem Stiefvater. Ich war zehn, als das erste Baby zur Welt kam. Von da an musste ich noch viel mehr helfen."
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