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Ana
Bittere Tränen, leuchtende Hoffnung
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KURZGESCHICHTE
Donnerstag 17.5.2012
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"Schwester" Ana
Es war Anas erster Sonntag in Santo Domingo. Auf den Straßen konnte man Singen und Musik hören. Es gab eine Straßenevangelisation, zu der auch Ana ging. Als sie zu Ende war, lud Ana die Leute zu sich ein und bot ihnen etwas zu essen und zu trinken an. Sie erzählte, dass sie erst seit ganz kurzer Zeit ein Gotteskind sei. Voller Enthusiasmus folgten ihr die Musiker. Auf ihrer Terrasse begannen die Diskussionen; ihre Lebensgeschichte berührte sowohl die Herzen der Christen als auch der Nachbarn. Die Leute aus der Gemeinde mochten Anas Haus so sehr, dass sie Ana baten, ob sie nicht dort wöchentlich für die Leute aus der Straße singen und beten könnten. Ohne überhaupt zu zögern, öffnete Ana ihr Haus für Gott: Alle waren willkommen.

"Wirklich, ich war zwar noch ein geistliches Baby, aber Gott benutzte mich von Anfang an. Er benutzte mein Haus zum Evangelisieren in meiner Straße. Er benutzte mein Zeugnis, um Menschen zum Glauben zu führen. Er benutzte meine Hände zum Beten für andere Menschen. Später zog er meine Kinder zu sich, damit sie ihm dienten.

In meiner Straße wurde ich »Schwester« Ana genannt. Die Nachbarn kamen zu mir, um Fragen über Gott zu stellen. Sie baten mich, für sie zu beten. Ich staune immer wieder, wie groß und persönlich Gott in meinem Leben wurde; dass seine Liebe und Rettung so groß sind, dass jemand wie ich, eine Frau wie ich, ihm dienen darf. Es ist Realität - genauso real wie die Botschaft, die ich erhielt: »Ich bin dein Gott und werde dich beschützen.« Der Herr Jesus sagte zu Maria Magdalena, die auch eine Prostituierte war: »Du bist gesegnet, weil du mir glaubst.« Sie wurde auch durch Jesus gerettet. So wurde mein Leben gesegnet, das so lange verflucht war. Unser Gott ist ein segnender Gott."

Anas Haus wurde ein Haus Gottes. Sie lud die Straßenkinder ein. Sie erzählte ihnen Geschichten von Jesus und sang mit ihnen. Eigentlich erzählte sie jedem, der es hören wollte, wer und wie Jesus wirklich ist.
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