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Ana
Bittere Tränen, leuchtende Hoffnung
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KURZGESCHICHTE
Freitag 18.4.2014
FREI SEIN ? !

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Ich war niemals wütend auf meine Mutter. Sie half mir immer so gut sie konnte. Mutter wusste nicht, was wirklich geschehen war. Sie wusste nicht, dass Antonio mich zu dieser Beziehung gezwungen hatte.

Als ich 19 war, hatten wir bereits drei Kinder. Wir hatten ein kleines Heim. Geld war immer zu knapp und wir mussten beide hart arbeiten. Die Tatsache, dass ich vergewaltigt wurde, zerstörte meine Persönlichkeit, mein Selbstbewusstsein litt sehr unter Antonios Behandlung."

"Eines Tages werde ich dich verlassen"
"Wie so viele andere Männer in einer Macho-Kultur behandelte auch Antonio mich wie sein Eigentum. Er sah in mir keinen wertvollen Juwel, den er pfleglich behandeln musste; sondern eher einen Zusatz zu seinen Möbeln. Wir redeten niemals wirklich miteinander sondern stritten uns oft. Wenn er ärgerlich war, schlug er mich oder beschimpfte mich. Nein, da war keine Freude. An dem Tag, an dem er mich zwang, mit ihm zu leben, habe ich mir geschworen, dass ich ihn eines Tages verlassen würde. Ich würde ihn verlassen, sobald ich auf eigenen Füßen stehen könnte. Vielleicht war es dieser kleine Funke Hoffnung, der es mich aushalten ließ, mit Antonio unter einem Dach zu leben.

Genau wie das Leben meiner Mutter von Arbeit bestimmt war, wurde auch mein Leben durch die Arbeit bestimmt. Ich handelte mit kleinen Schmuckstücken in den Straßen. Außerdem verdiente ich Geld durch Bügeln und Waschen. Die Kleinen waren fast immer bei mir bis mein ältester Sohn vier war, ab dann mussten sie zu Hause bleiben. Er musste sich um die beiden anderen kümmern, bis er krank wurde. In Santo Domingo gibt es keine Krankenversicherung. Medizin ist sehr teuer. Es war fast unmöglich, genügend Geld für Nahrung und Wohnung zu verdienen und nun auch noch für die Medizin des Jungen. Jeder half uns, wie es üblich ist unter den Armen. Mutter gab mir oft etwas und sogar bei der Arbeit gaben sie mir etwas Geld, um meinem kranken Kind zu helfen.
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