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August 1980
Wegen einer Gürtelrose mußte ich zum Hautarzt
und da ich am Hals einen dicken Knoten hatte, den man auch gut äußerlich sah, überwies er mich sofort zu meinem
Hausarzt. Ahnungslos ging ich dort hin und er schickte mich sofort in die Uni-Klinik-Heidelberg. Bereits einen Tag
später saß ich mit meiner Mutter in der Hämatologischen-Onkologischen Ambulanz. Damals wußte ich noch nicht, was diese
Bezeichnung sollte. Aber das sollte ich dann doch ganz schnell erfahren.
Die Ärzte stellten mich erst mal auf den Kopf, Röntgen, Blut, Ultraschall, körperliche Untersuchung usw. Nach dieser
Untersuchung sagte mir der Arzt, ich solle mich wieder anziehen und ging raus. Schnell, wie ich war, dauerte das
Anziehen wirklich nur Sekunden und ich kam gerade in dem Moment raus, als der Arzt meiner Mutter eröffnete, daß ich
einen Morbus-Hodgkin, so eine Art Lymphdrüsenkrebs, hätte. Wir waren entsetzt und konnten nur noch weinen. Eigentlich
sollte ich sofort im Krankenhaus bleiben, aber da ich nichts dabei hatte, durfte ich nochmal mit nach Hause. Aber am
nächsten Tag sollte ich wieder rein.
Auf dem Weg zum Bahnhof schlug ich meiner Mutter vor, daß wir uns unter ein Auto werfen. Ich war verzweifelt und so
fuhren wir mit dem Zug nach Hause.
Am nächsten Tag mußte ich ins Krankenhaus und es wurde eine Knochenmarksstanze gemacht. Dazu wurde, damals noch im
Patientenzimmer, ein Stückchen Knochen aus dem unteren Rücken herausgeholt. Das tat weh. Fing schon mal gut an, dachte
ich damals. Am nächsten Tag wurde mir in der Chirurgie der Knoten am Hals entfernt. Dort mußte ich eine Woche liegen.
Einen endgültigen Befund bekam ich dort noch nicht. Erst wieder in meiner Klinik, der Ludolf-Krehl-Klinik, wurde mir
dann der Befund Morbus-Hodgkin, bestätigt.
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