|
März 2006
Die Chemotherapie und die Antikörpertherapie sind jetzt beendet. Das CT ergab leider noch einige Herde, die nicht zurückgegangen sind. In der Lunge und am Zwerchfell. Aber der Prof. meinte, wir lassen es jetzt so, weil mich die Therapie sehr viel Kraft gekostet hat. Noch eine Chemo mehr würde ich nicht vertragen. Besonders das Herz. Die Pumpfähigkeit wurde sehr beeinträchtigt. Jetzt soll ich in drei Monaten wieder zur Untersuchung kommen.
Juni 2006
Zwischenzeitlich hatte ich eine Bronchitis. Die Untersuchung ergab, daß ich einen sogenannten Krankenhauskeim in der Lunge habe. Ich bekam dann ein Antibiotika und es wurde auch besser, aber irgendwie leide ich sehr unter Atemnot. Besonders bei Belastung. Schon ein halbes Stockwerk Treppensteigen bringt mich total außer Atem. Auch normales Gehen ist schon schwer. Am 22.06.06 muß ich ja wieder zur Nachsorge ins Krankenhaus. Ich kann mir nicht vorstellen, was los ist. Ob ich so schnell wieder ein Rezidiv bekommen habe? Oder Wasser in der Lunge? Ich weiß es nicht.
Zwischenzeitlich las ich, daß die Gefährlichkeit beim Non-Hodgkin-Lymphom genau darin liegt - die hohe Rezidivrate, also wenn die Erkrankung erneut wieder auftritt. Und der Antikörper "Rituximap" würde die Überlebenschance enorm verbessern. Allerdings habe ich den ja schon bekommen. Ob er bei Wiederauftreten wieder hilft? Die machen sogar Erhaltungstherapien mit diesem Medikament. Man hätte dann mit dieser Therapie eine längere Progredienz-freie Zeit, also jene Zeit, in der die Krankheit nicht fortschreitet. Dann hat der Prof. auch davon gesprochen, mir evtl. einen Antikörper mit Radioaktivität zu geben. Nächste Woche werde ich mehr wissen. Ich versuche, mich bis dahin nicht verrückt zu machen. Die Betonung liegt bei "versuche". Ich will versuchen im Heute zu leben und nicht im Morgen. Ich merke immer wieder, dass dies die größte Problembewältigung in meinem Leben ist. Mir um Morgen keine Sorgen zu machen. | zurück | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Index | weiter  |
|
|