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September 1980
Im September mußte ich dann wieder in die Chirurgie. Mir wurde die Milz entfernt. Danach bekam ich Bestrahlungen. Auch
in den Achseln, wo sich links vergrößerte Lymphknoten zeigten.
Juni 1982
Nachdem ich ein und ein halbes Jahr Ruhe hatte, bekam ich eine Metastase am linken unteren Lungenlappen. Die Klinik
überwies mich an die Thoraxklinik. Ich konnte es nicht glauben und dachte, dies ist ja jetzt die Bestätigung. Es gibt
keinen Gott. Ich hatte doch schon so viel durchgemacht und war gerade mal 19 Jahre alt. Wieso? Ich wußte nicht mehr
weiter. Mir wurde der linke untere Lungenlappen entfernt. Dazu lag ich 5 Wochen in der Thoraxklinik in Heidelberg. Ich
hatte sehr starke Schmerzen; bei jedem Atemzug. Bei einer Lungen-OP muß man ja nicht nur nach dem Eingriff
Krankengymnastik und Atemgymnastik bekommen, sondern auch schon vorher. Damit man danach richtig und entsprechend auch
in die nicht operierte Seite atmen kann. Es war alles so furchtbar und nicht genug, ich bekam auch noch eine
Chemotherapie. Davor hatte ich richtig Angst. Auch daß mir meine langen Haare ausfielen, war sehr schlimm für mich.
Die Chemo ging über ein halbes Jahr, insgesamt 11 x COPP (es handelt sich hierbei um eine Chemotherapie mit
verschiedenen Medikamten: Cyclophosphamid, Vincristin Oncovin, Procarbazin, Prednison) Damals gab es noch nicht dieses
Zofran gegen die Übelkeit, so daß ich mich sehr oft übergeben mußte. Später las ich in einem der Arztberichte:
"Patientin leidet unter Angstzuständen und muß sich bereits vor der Chemotherapie übergeben". Das stimmte
auch.
Über Gott machte ich mir schon Gedanken. Ich dachte, es gibt ihn einfach nicht. Aber auf der anderen Seite dachte ich,
ich würde für irgend etwas bestraft werden. Wieso muß ich sonst so leiden? Also muß es ja doch einen Gott geben. So
ging es hin und her. Aber ich dachte nur an | zurück | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Index | weiter  |
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