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Daniel
Der Söldner
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KURZGESCHICHTE
Mittwoch 7.1.2009
FREI SEIN ? !

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Portrait DanielHallo, ich bin Daniel. Geboren wurde ich in München. Meine Kindheit war nicht so toll. Es gibt aber auch schlimmere. Als ich ein kleines Kind war, lebten meine Eltern mit meiner jüngeren Schwester und mir auf einer verlassenen und einsamen Insel in Schottland. Wir zogen nach München als ich ungefähr sechs Jahre alt war. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Eltern bereits geschieden. Mein Vater ist gebürtiger Schotte und blieb nach der Scheidung in Schottland.

Nun ist es einmal so, dass es nicht leicht ist als kleiner Junge ohne einen Vater auszukommen. Schnell suchte ich mir deshalb andere Bezugspersonen bzw. Vorbilder. Aber die wahre Vaterliebe fehlte mir. Als Grundschüler lernte ich das erste mal Gott kennen. Meine Mutter besuchte zu dieser Zeit eine christliche Gemeinde in München. Für mich waren diese Leute alle irgendwie komisch. Dennoch bemerkte ich, dass ich in der Gemeinschaft dieser Menschen einen beruhigenden Frieden verspürte.

Ich ging schon einige Zeit in den Kindergottesdienst, als mich eines Tages einer von diesen Leuten fragte: „Daniel du willst doch mal ein Soldat werden oder” Ich antwortete ungefähr so: „Ja logo, Mann!” Ich spürte, dass dieser Mann meinen Herzenswunsch ausgesprochen hatte. Diesen Mann hielt ich aber komischerweise bis dahin für einen total komischen Kauz. Dennoch, er sagte mir dann: „Du wirst einmal ein Soldat werden”. Dies sagte er mit einer mir fremden Ernsthaftigkeit, die mich erschütterte. Er sprach weiter: „Ein Soldat Gottes wirst du werden”. Zuerst wusste ich nicht wie ich mit seiner Aussage umgehen sollte Wenig später, als er weg war, überkam mich aber ein großes Gefühl von Freude. Ich? Ein Soldat Gottes? Ich dachte sehr viel darüber nach.

Bis heute ging mir dieser Satz nicht aus dem Kopf. Gott ist mir nachgegangen. Leider gab es in der Gemeinde kurz darauf eine Krise, und meine Mutter, meine Schwester und ich verließen die Gemeinde. Da war ich ungefähr 13. Danach ging es bergab. Ich glaubte an Jesus, aber ich nahm ihn nicht ernst, und stellte meinen eigenen Willen über seinen. So versuchte ich alleine ohne Gott mein Leben zu leben.
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