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Georg Pfurtscheller
Ein Tiroler in Wien
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KURZGESCHICHTE
Freitag 21.11.2008
FREI SEIN ? !

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über den Glauben gerieten ins Wanken.

Am Sonntag ging ich in den Gottesdienst, der für mich völlig fremd ablief. Ich kannte ja nur die Messen mit der vorgegebenen Liturgie. Hier aber saßen Menschen auf Sesseln, die im Kreis zusammengestellt waren, sangen Lobeslieder für Gott und richteten an Gott frei gesprochene (keine auswendig gelernten) Gebete. Am Nachmittag wurde ich von dem jungen Schotten zum Essen eingeladen. Wir setzten das Gespräch vom Vorabend über den christlichen Glauben fort. Wir waren uns darüber einig, dass es einen Schöpfer-Gott gibt. Mir war immer klar "aus nichts, kommt nichts". Auch wenn die Evolution in der Schule als erwiesen gelehrt wurde, glaubte ich nicht daran, weil ich um den hypothetischen Charakter der Evolution wusste. Den Glauben an den Zufall und einer hypothetische Evolution konnte ich nicht aufbringen, hingegen war der Glaube an einen intelligenten Schöpfer für mich viel logischer. So wie ich heute noch nicht daran glauben kann, dass eine Uhr zufällig entsteht und sich selbst bis hin zu einer funktionstüchtigen Uhr entwickeln kann. Es ist logischer, dass ein intelligenter Uhrmacher eine Uhr fertigt.

Die erste Konfrontation mit der Bibel
Zuerst klärten wir beide die Frage, ob ich die Bibel als Gottes Wort akzeptierte. Dazu hatte ich ein grundsätzliches Ja, obwohl ich dachte, dass alles eine Sache der Interpretation sei. Bei der Untersuchung verschiedener Bibelstellen kam immer mehr heraus, dass fast alles was ich glaubte, nicht mit der Heiligen Schrift übereinstimmte. Meine Ansichten über Jesus, was Sünde ist, und wie man in den Himmel kommen könnte, waren völlig unbiblisch. An Hand der Heiligen Schrift konnte mir dies der junge Mann klar zeigen. Die wesentlichen Aussagen der Heiligen Schrift sind so einfach und klar, dass gar keine verschiedenen Auslegungen möglich sind. Ich war zutiefst getroffen, dass ich in religiösen Dingen trotz des fast zwei jahrzehntelangen Kirchenbesuches so ahnungslos war. Ich verstand, dass die bloße Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche allein nicht genügt, um mich zum Christen zu machen, bzw. nicht dazu machen kann. Ich sah ein, dass ich eine ganz persönliche Beziehung zu Jesus Christus brauche um Christ zu sein. Eine Beziehung ist immer eine Sache zwischen zwei Personen.
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