Bild btopl.jpg wurde nicht geladen
Lebensgeschichten
Zum ForenbereichForum
Newsletter abonnierenNewsletter
GästebuchGästebuch
Diese Seite weiter empfehlenTell a Friend
Bild btexts.jpg wurde nicht geladen
Georg Pfurtscheller
Ein Tiroler in Wien
GESCHICHTEN:
Geschichten-Index
Eigene Geschichte eintragen
Teilnahme-
bedingungen

KURZGESCHICHTE
Freitag 18.4.2014
FREI SEIN ? !

SuchenSUCHEN:
 

besonders auf mich abgesehen. Er prüfte mich drei Wochen hintereinander jeweils auf "nicht genügend". Trotz allem war ich ein guter Schüler und kam problemlos bis zur Matura.

Das Establishment und kapitalistisches Denken fand ich zutiefst verabscheuungswürdig und eignete mir immer mehr politisch linkes Gedankengut an. Bestehende Ordnungen fand ich ungerecht und schränkten meines Erachtens die Freiheit aller ein. Dagegen lehnte ich mich innerlich und äußerlich auf.

Die neue religiöse Einstellung ohne Konsequenzen
Im Religionsunterricht kamen wir in der Diskussion mit dem Lehrer zu folgender - für mich neuen - Definition von Sünde: "Sünde ist, was dem anderen schadet - alles andere ist erlaubt". Damit konnte ich gut leben und mein Gewissen betäuben. Ich bastelte mir einen Gott zusammen, der mir alles erlaubte, was mir Spaß machte. Jesus war für mich der erste Hippie, der mit einigen anderen Ausgeflippten (den Jüngern) als Wanderprediger durch die Gegend zog. Er faszinierte mich als Person, seine Liebesethik war revolutionär für mich. Damals kam der Film Jesus Christ Superstar in die Kinos. Er wurde so menschlich, irdisch und damit nahbar dargestellt. Ich war nach dieser Kinovorstellung begeistert von ihm und wurde sein Fan. Ich hatte kein Problem, das zu zeigen. Ich schrieb mit großen Buchstaben auf meine Jeans "JESUS", damit es jeder sehen konnte. Heute würde man sagen:"Das ist ein Jesus-Freak!" Nur, es war nicht der biblische Jesus, den ich bewunderte. Ich reduzierte ihn zu einem gewöhnlichen Menschen. Alle übernatürlichen Wunder und Geschichten aus der Bibel, die ich kannte, hatte ich für mich entmystifiziert. Trotzdem versuchte ich, "gut" zu sein. Zum Beispiel arbeitete ich ohne Gehalt einen Monat lang beim Jugendrotkreuz auf einem Kinderlager. Das sollte sich später als sehr nützlich erweisen. Ich ging auch weiterhin in die Kirche. Mein provozierendes Äußeres schockierte viele. Das gab mir Genugtuung. Wie verachtete ich all diese scheinheiligen Spießbürger! Am Samstag oder Sonntag gehen sie in die Kirche, dachte ich mir, aber mit dem Nachbarn leben sie in ständigem Hass und Streit. Das war für mich
zurückSeite:   1  2  3  4  5  6  7  8  9  10 11 12 13 14 15 16 17 18  Indexweiter
 Weiterführende Links: 
  • Wirkliche Freiheit
  • © 2003-2014 Sonja Blum   DisclaimerImpressumSiteMapNachricht an  Webmaster