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Jana
..Kindheit, oder was davon übrig blieb..
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KURZGESCHICHTE
Sonntag 20.4.2014
FREI SEIN ? !

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In der Klinik überschlugen sich die Ereignisse.
Mir wurde das Kind einfach "abgenommen", die Klamotten erhielt ich in einer Plastiktüte zurück (Motto: die braucht er nicht mehr...). Ein wichtigtuender junger Arzt kam zu mir und erklärte mir schonungslos, dass mein Sohn wohl keine Chance habe, es sehe so aus, als würde er nur noch kurze Zeit leben. Adrien, knapp 6 Wochen alt, hätte laut ärztlicher Auskunft nur wenige Tage überleben können, warum er so lange durchhielt, ist nicht nachzuvollziehen. 99,9% aller betroffenen Kinder versterben in den ersten Lebenstagen, manchmal sogar unmittelbar nach der Geburt.

Ich dachte, meine Welt bricht zusammen, aber ich versuchte, einen klaren Kopf zu behalten und dem Verstand Oberhand über das Gefühl zu geben.

Noch nie mit dem Thema Herzfehler bei neugeborenen konfrontiert, entschied ich aus dem Bauch heraus, mich an die Charité in Berlin zu wenden. Charité heisst "Barmherzigkeit", genau das, was wir brauchten.
Ich wandte mich also an die Berliner Charité und der Kardiologe Dr. Zartner, der mit mir sprach, hat mich das ganze Wochenende- auch nachts- telefonisch betreut und den geplanten Transport nach Deutschland für mich organisiert.
Zwischenzeitlich hatte ein nicht auf Kinder spezialisierter Arzt die Doppler-Untersuchung durchgeführt und die niederschmetternde Diagnose Hypoplastisches Linksherzsyndrom bestätigt. Sofort sollte Adrien noch in derselben Nacht in eine der "besten spanischen Kliniken" verlegt werden. Alles ist relativ. Eine der besten- verglichen womit?? Da wo er hinkam, das "Hospital la fe" in Valencia, war überhaupt kein Herzzentrum, sondern nur ein Prenatalzentrum mit einer Art "Babyfabrik".
Ich wartete wie ein Verdurstender in der Wüste auf den rettenden ADAC-Learjet, der meinen Sohn nach Deutschland bringen sollte. Nachts, einen Tag vor Abflug, als ich zum Packen zuhause war, erhielt ich von den spanischen Ärzten ein in spanisch gehaltenes Fax. Mir wurde gesagt, um den Transport durchzuführen, müsse ich eine Einverständniserklärung abgeben.
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