| Nach 2 durchwachten Nächten, der Aufregung, dem ganzen Stress, habe ich um 3 Uhr Nachts das Fax Wort für Wort übersetzt und kam zu der erschreckenden Erkenntnis, dass darin nicht stand, dass ich mein Kind auf eigene Verantwortung aus der Klinik holen will, sondern, dass mit meiner Unterschrift alle ärztliche Hilfemassnahmen auf meinen Wunsch beendet werden sollten!!!!
Ich war schockiert und rief in der Klinik an und sagte, dass ich in jedem Fall wollte, dass mein Kind weiterversorgt werden solle. Die Unterschrift habe ich verweigert.
Da ich nur nach Hause gefahren bin, um zu packen und den Babysitter zu organisieren (ich habe insgesamt 5 Kinder), fuhren wir gleich frühmorgens wieder in die 250 km entfernte Klinik nach Valencia, um die deutsche Rettungsmannschaft am Flughafen abzuholen. <> Als wir in der Klinik ankamen, war Adrien mehr tot als lebendig. Man hatte eine Stunde zuvor das lebenserhaltende Prostaglandin abgestellt... Die deutsche Ärztin teilte mir mit, sie könne meinem Kind nun nicht mehr helfen, er würde ihr doch nur "im Flieger liegen bleiben".
Wieder rief ich in der Charite an. Ich bat den Arzt um Rat, der mir seit 2 Tagen die grösste Hilfe war. Erstmals sagte dieser bedauernd, es täte ihm leid, aber man müsse manchmal ein Kind gehen lassen.
Meine Antwort war: Ja, das sehe ich auch so, aber nicht jetzt und nicht heute. Holen Sie mein Kind, denn wenn die Ärztin ihn nicht mitnimmt, dann werde ich ihn mit einem gewöhnlichen Linienflug selbst nach Deutschland fliegen. Die Medikation wurde umgestellt- nach 2 Stunden des intensiven Gebetes hat sich Adrien erholt, was niemand mehr glaubte- ausser mein Mann und ich. | zurück | Seite: 1 2 3 4 5 Index | weiter  |
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