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Jörg
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KURZGESCHICHTE
Montag 1.9.2014
FREI SEIN ? !

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Schon früher hatte das Mädchen damit begonnen, sich selbst wehzutun. Sie ließ sich im Bad wieder und wieder auf die Knie fallen, stach sich mit Nadeln, schlug ihren Kopf gegen die Wand, rutschte im Urlaub mit Händen und Füßen über den Holzbalkon, vor dem die Eltern immer warnten, dass man dort nicht barfuß gehen dürfe, weil man sich sonst sofort Splitter eintreten würde.
Warum das Mädchen das alles tat, wusste es nicht, machte sich aber auch eigentlich keine Gedanken darum. Für sie war es normal so; auch dass sie ihre Eltern nie gesehen hatte, wie sie sich küssten oder in irgendeiner Weise zärtlich zueinander waren, hielt sie für normal.
Für sie war es normal, dass es keine anderen Gesprächsthemen gab, außer das was in der Schule war, das Wetter oder wohin der nächste Urlaub geht.

Eigentlich hatte das Mädchen eine tolle Kindheit. Es wäre alles perfekt gewesen, hätte es andere Eltern gehabt.
Aber auch der Wunsch, der so oft kam, wenn es abends im Bett lag, dass man in ein Heim komme oder adoptiert sei und sich die richtigen Eltern melden, wurde nie erfüllt.
So lebte man weiter vor sich hin, im Glauben, dass alles so in Ordnung sei. Erst als das Mädchen 14 Jahre alt war, wurde es aus ihrem tranceartigen Zustand unsanft geweckt. Zu Hause gab es einen riesen Krach, der mit der Trennung der Eltern endete.

Das einzige, was das Mädchen damals als schlimm empfand, war die Angst, weinen zu müssen, wenn es jemand mitbekam.
Die Mutter entwickelte erstaunlich schnell neue Fähigkeiten und begann, alle Freunde und ihre Kinder als Abfalleimer für ihren Seelenmüll zu benutzen. Der Vater verzog mal wieder keine Miene und die Kinder versuchten sich so gut wie möglich aus allem rauszuhalten.
Irgendwann zog das Mädchen dann zusammen mit Mutter und Bruder aus, der Vater blieb alleine im Haus zurück, schließlich war es Seins und das wollte er natürlich nicht hergeben. Wir Kinder hatten selbstredend vollkommen freie Wahl.
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