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Richard Wurmbrand
In Rumänien
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KURZGESCHICHTE
Mittwoch 8.2.2012
FREI SEIN ? !

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Eines Abends erzählten wir Anita alles. Sie gab uns den Rat, eine Schuldenberatung in Anspruch zu nehmen. Doch das wollten wir nicht. Wir konnten sie aber überreden, dass sie einen Kredit auf ihren Namen für uns aufnahm...

Tiefpunkt
Eines Abends meinte Thomas, vielleicht könnte man einen Überfall machen. Ich weiss nicht mehr genau, wie es dazu gekommen war. Meine Gefühle schwankten zwischen "nein, auf keinen Fall", "vielleicht doch" und "das machen wir sowieso nicht". Kurz vorher bekam Thomas den Auftrag bei einem Schiessverein Platten zu legen, da der Verein ihn dann aber nicht bezahlen konnte, boten sie ihm eine Waffe als Bezahlung an... Beny wurde eingeweiht und machte mit, ich war an der Planung beteiligt. Naiv glaubten wir an das perfekte Verbrechen... Nach zwei Überfällen war für Beny klar , dass er nicht mehr dabei sein wollte. Da ich nervlich für solche Aktionen nur ab und zu einzusetzen war, wurde Anita eingeweiht. Sie war anfangs extrem geschockt und dagegen, liess sich aber umstimmen und half von nun an auch mit. Wir verübten während zwei Monaten vier Überfälle, kamen in für uns gemachte Strassensperren, wurden durch gelassen...es war eine schlimme Zeit. Bei einem Überfall in Burgdorf fuhr ich das Fluchtfahrzeug, fand aber den Tatort nicht mehr und Thomas musste durch den Fluss fliehen. Es war schrecklich. Für Thomas und auch für uns Geschwister war das Ganze kein Vergnügen, aber wir mussten unbedingt zu Geld kommen und sahen keinen anderen Ausweg mehr. Für Thomas war es immer das Wichtigste, dass niemand zu Schaden kam. Und so geschah es oft, dass er das Ganze, auch wegen der grossen Belastung, nicht durchziehen konnte.

Gefasst
Es kam wie es kommen musste. Eines Morgens wurden wir alle jeweils auf unserem Arbeitsweg verhaftet. Sie hatten uns schon lange im Verdacht. Noch glaubte ich, es sei ein Missverständnis, dachte, dass es um unsere Schulden gehe. Für neun Tage kam ich in U-Haft, wurde unzählige Male verhört. Die Isolationshaft und die Ungewissheit, wie lange ich noch im Gefängnis sein müsste, machten mir diese Zeit zur Hölle. Noch heute habe ich Alpträume
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