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Richard Wurmbrand
In Rumänien
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KURZGESCHICHTE
Montag 15.3.2010
FREI SEIN ? !

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Ja, er weiß, wie es mir geht, aber er läßt es zu. Es entstand eine solche Wut in mir, dass ich aufstand, die große Alpha und Omega Kerze nahm, vor den Altar warf und schrie:
    "Wo bist du?!"
    "Warum machst du das mit mir?!"
    "Was habe ich dir getan?!"
    "Warum läßt du das zu?!"
Und je mehr ich ausrief, desto mehr mußte ich weinen, aber auch der Haß wurde immer mehr.

Seit dem nahm ich mir zu Hause öfters mal die Bibel in die Hand und las das Alte Testament. Ich bemerkte, dass Gott sehr zornig war, dass er ein strafender Gott ist und streng dazu. Irgendwie stimmte es nicht. In diesem Buch müssen sie von einem anderen Gott reden, als die, die sich Christen nennen.
Ich bekam Angst und ich entschied mich lieber das Neue Testament zu lesen, wo ich Gott von einer anderen Seite sah.
Hier merkte ich, dass einige Stellen der Bibel genau auf meine jetzige Situation paßte und seltsamerweise passte dieselbe Stelle ein anderes Mal wieder genau auf eine ganz andere Situation.
Ich merkte, dass ich durch die Bibel lebte, sie wird lebendig durch den, der sie liest, aber all das Schöne, was da drin stand, reicht nicht, Jesus als meinen Freund anzunehmen.
Es machte mich zu tiefst traurig, dass ich mich in mir selbst so versteckt habe, dass ich keine Freunde mehr hatte, und wenn andere mich so annahmen, wie ich war, so habe ich die Freundschaft nicht gepflegt. Ich fand mich eklig und ich haßte mich, weil ich merkte, dass ich das eigentlich nicht bin, was ich gerade bin. Ich kam mir vor, wie ein Mensch, indem ein Mutand leben würde und ich haßte Gott, dass er das zugelassen hat. Irgendwann als ich wieder einmal betrunken war, mußte ich weinen, weil niemand mein Leid sieht und dass ich mit niemanden dadrüber reden konnte. Ich beschloß mir die Pulsader aufzuschneiden, aber extra falsch rum, damit auch jeder sehen kann, wie schlecht es mir geht.

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