| Als ich dann in Ravensburg war, stellten sich durch das intensive Trainieren auch wieder die ersten Erfolge ein. Ich wurde wieder Deutscher Meister und international hatte ich Anschluss an die Weltspitze gefunden. Der damalige Sommer 2000 hat sich in meinem Gedächtnis gut eingeprägt, denn ich lebte wie des öfteren in den letzten Jahren, leer und lustlos in den Tag hinein. Irgendwie merkte ich, dass der Sport mir auch nicht dieses "Mehr" geben konnte, nach dem sich mein Herz doch letztlich sehnte. Die Leere, die mich die letzten Jahre immer wieder verfolgte, übermannte mich weitere Male. Ich spürte keine Liebe in mir und mein Gewissen war mir ein großes Rätsel. Was konnte mich nur aus dieser inneren Hoffnungslosigkeit befreien und das Vakuum in meinem Herzen füllen?
Die Frage nach Gott, die zwar die letzten Jahre über immer wieder auftauchte - sei es durch die Gespräche mit Franz oder auch durch eigene Gedanken - klopfte in diesem Sommer stärker als bisher an mein Herz. Ich wollte eigentlich mehr wissen, als nur mit Nebelvorstellungen mein Leben zu leben. Dieser Frage musste ich einmal ernsthaft nachgehen, um die innere Leere endlich auszufüllen. Ich ging in die Bücherei und holte mir zum ersten Mal Bücher über die verschiedensten Religionen, Sekten und Glaubensrichtungen.
Eines wusste ich: Dieser Herr Jesus schenkt Weisheit, Frieden und Liebe. Das Leben meines Freundes war für mich das beste Beispiel. Als er dann auch eine gläubige Frau heiratete, durfte ich Zeuge einer vorbildhaften Beziehung werden. Wie erbärmlich sahen doch meine Bekanntschaften der letzten Jahre im Vergleich dazu aus. Ich wusste aber auch, dass dieser Jesus Leben verändert. Meine Schwester fand im selben Jahr zum Glauben an ihn. Ich kannte sie vor ihrer Hinwendung zu Gott und ich sah nun einen neuen Menschen, der das hatte, was ich nicht wirklich kannte: ein ruhiges Herz, welches in den Händen eines einzigartigen Gottes geborgen sein musste. | zurück | Seite: 1 2 3 4 5 6 Index | weiter  |
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