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Die anderen machten sich alle Sorgen und schließlich redete ich mit einer sehr lieben Mitarbeiterin über alles. Sie versprach mir zu helfen.
Als ich wieder heimkam, offenbarte mir meine Mutter, dass sie in meinem Tagebuch gelesen habe. Eigentlich war ich ihr nicht wirklich böse deshalb. Sonst wäre es wohl nie herausgekommen?
Meine Eltern verharmlosten das Ganze dann. Sie wollten nicht wahrhaben, was wirklich passiert war. Sie gaben mir die Schuld. Sie gaben den Trieben die Schuld. Sie taten es als Doktorspielchen ab.
Mein Bruder gab ebenfalls mir die Schuld. Ich wurde ermahnt, mich nicht so aufreizend anzuziehen. Es wäre ja kein Wunder, wenn er sich dann nicht mehr beherrschen könne?
Keiner verstand mich wirklich.
Aber es war zunächst vorbei mit dem Missbrauch. Im Winter fing es dann wieder an. Aber ich war nicht länger willenlos. Ich wollte, dass es vorbei war. Es war mir nicht mehr egal. Ich wusste mittlerweile, dass mein Leben einen Sinn hat, dass ich nicht völlig umsonst auf der Erde bin. Dass ich wertvoll und geliebt bin. Dass das niemand mit mir machen darf.
Ich hatte eine Beziehung mit Gott angefangen. Ich hatte mein Leben seiner guten Herrschaft unterstellt. Ich hatte angenommen, dass er mir alles vergibt, dass ich dadurch zu ihm kann, weil mich nun nichts mehr von ihm trennt. Ich war von Neuem geboren. Ich schrie zum Herrn, und er erhörte mich- nicht zuletzt dadurch, dass meine Eltern es mitgekriegt hatten.
Gott gab mir neuen Willen und neue Kraft zum Leben. Ohne die verändernde Kraft Gottes wäre ich heute vielleicht nicht einmal mehr am Leben.
Ich hätte nie den Mut gefunden, eines Tages, als es wieder einmal soweit war, einfach aufzustehen, und in meinem Inneren den Entschluss zu fassen: Nein. Nie wieder.
Und von da an kam es nie wieder vor.
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