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Oleg
Der Schmetterling
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KURZGESCHICHTE
Donnerstag 4.12.2008
FREI SEIN ? !

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Die ersten Blumen und Bäume ließen Olegs Augen leuchten und man sah, dass es ihm sehr gefiel. Aufgeregt lief er von Blüte zu Blüte, betrachtete sie und roch an ihnen. So bemerkte er auch die Blicke nicht, die auf ihn zielten oder das Getuschel und Lachen in den vorbeigehenden Klassen.
Oleg war ganz auf die bunten Farben fixiert und staunte. Er nahm vielleicht mehr als wir wahr. Vielleicht sah er die Farben der Blumen anders oder sie erzählten ihm sogar Geschichten. Von manchen Blumen und Kakteen musste ich ihn regelrecht wegschleifen, aber dann gab es auch Pflanzen, um die er einen großen Bogen machte und dabei ein wenig zitterte. So gut es ging, erklärte ich ihm die einzelnen Blumen und warnte ihn vor den spitzen Dornen der Kakteen, denen er sich schon zu oft gefährlich genähert hatte.
Der botanische Garten war zum Teil überdacht und in diesen überdachten Räumen, hatte man ein paar Klimazonen nachgebildet. Da gab es die Steppe, die Wüste und zu guter letzt den Tropenwald, auf den ich mich für Oleg besonders freute.
Als wir im Tropenwald angelangt waren, überschlugen sich meine und sicher ganz besonders Olegs Sinne. Überall Grün, leuchtende Blüten und dann diese warme, nasse und schwüle Luft, die man schon fast trinken konnte.
Ein schmaler Weg führte durch das grüne Dickicht und endete dann in der Mitte, an einem künstlichen Teich, auf dem riesige Blätter lagen. Sie sahen aus wie Teichrosenblätter, nur viel größer. Neben dem Teich stand ein Schild mit einem Foto und weil wir uns bisher jedes Schild angeschaut hatten und ich alles erklärte, was darauf zu sehen war, gingen wir auch dort hin. Es dauerte sicher eine halbe Stunde, denn überall blieben wir stehen und sonnten uns in der Pracht. Als wir vor dem Schild standen, sahen wir auf dem Foto ein kleines Baby auf einem der Blätter sitzen und darunter stand dann irgendwas von der Tragkraft des Blattes. Ich erklärte Oleg das Bild und scherzte, dass sogar ein Elefant, Olegs Lieblingstier, auf so einem Blatt Platz hätte und dabei nicht untergehen würde. Da wurden seine Augen wieder zu kleinen Kristallen und liebkosten auf eine unbekannte Art mein Herz.
Wie er bei uns auf der Station in den Spielen gelernt hatte, machte er nun einen Elefanten nach und posaunte sehr laut. Natürlich hafteten wieder alle Blicke an ihm und man lachte ihn
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 Weiterführende Links:

 
  • Down-Syndrom / Trisomie 21
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  • Wirkliche Freiheit
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