Diese kindliche Störung wird auch als Aufmerksamkeits-Defizit- und
Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) bezeichnet. Zwischen 2-10 % der Kinder leiden an
Aufmerksamkeitsstörungen oder am hyperkinetischen Syndrom, Jungen dabei deutlich
häufiger als Mädchen. Die Ursache dafür dürfte nach neuesten
Forschungsergebnissen in erster Linie eine Funktionsstörung bei der
Signalübermittlung im Gehirn sein. Die auftretenden Symptome sind
Konzentrationsstörungen sowie Störungen der Informationsverarbeitung und
Gedächtnisbildung, seltener auch eine motorische Hyperaktivität und gesteigerte
Reizbarkeit. Die Diagnose erfolgt durch die Krankengeschichte, eine körperliche
Untersuchung und neuropsychologische Tests. Die Behandlung basiert auf
medikamentöser Einstellung und wird ergänzt durch Beratung, Aufklärung,
Verhaltens- und Psychotherapie.