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Heute weiß ich, dass genau dieser Täter, der 7 Jahre mein Lebensgefährte und Vater meiner jüngsten Tochter war, alle meine Kinder missbraucht hat.
Mein kleiner Sohn wurde mit neun Jahren in eine psychatrische Kinderklinik zwangseingewiesen, nachdem er ohne erkennbaren Grund mit einem Messer seine zwei jährige Schwester angegriffen hatte.
Nach dreimonatigem Aufenthalt in der Klinik wurde er in einer Pflegefamilie untergebracht. Man sagte mir, dass die Pflegemutter eine spezielle Ausbildung hat und im Umgang mit hyperaktiven, schwer erziehbaren Kindern geschult ist.
Mit ihm lebte ein kleines behindertes Mädchen dort.
Bei einem Wochenendbesuch erzählt mein Sohn mir, dass er auf dem PC seines Pflegevaters pornographische Fotos des Mädchens gefunden hat.
Ich habe der Kripo mitgeteilt was ich erfuhr und sofort wurden alle PC\'s beschlagnahmt.
Nachdem das Jugendamt nicht tätig wurde, habe ich meinen Sohn dort weggeholt. Hier zuhause erzählte mein Sohn unter Tränen, dass er viele Male vom Pflegevater sexuell missbraucht wurde.
Er hat immer wieder versucht Analverkehr mit ihm zu vollziehen.
Selbstverständlich habe ich auch in diesem Fall Anzeige erstattet. Die Kripo hat alle beschriebenen Fotos gefunden und die beiden Kinder vernommen. Trotzdem ist der Täter auf freiem Fuß. Wie man uns sagte, weil keine Fluchtgefahr oder Verdunklungsgefahr besteht.
Nun können mehrere Monate vergehen, bis die Staatsanwaltschaft sich mit diesem Fall beschäftigt.
Weil der Täter meinem Sohn gegenüber Morddrohungen ausgesprochen hat, leben wir in ständiger Angst.
Draussen spielen ist fast unmöglich für meinen Sohn.
Meine Kinder machen alle eine psychologische Therapie, um diese grausamen Dinge zu verarbeiten.
Vergessen werden sie nie. Ich habe lange geglaubt eine Mutter müsste soetwas mitbekommen. Heute mache ich mir große Vorwürfe, dass auch ich eine Mutter bin, die scheinbar blind war.
Tausend Gedanken und Gefühle machen mir die Tage schwer und die Nächte schlaflos.
Was meinen Kindern passiert ist, tut mir mehr weh als meine Vergangenheit. Ich bin traurig, wütend, verzweifelt und hilflos.
Solange Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung schneller und härter bestraft werden als sexueller Missbrauch, werden wohl noch viele Kinder derart schreckliche Leidenswege gehen müssen.
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