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Steffi
Gefangen in mir selbst
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KURZGESCHICHTE
Montag 13.10.2008
FREI SEIN ? !

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Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und war schon im Alter von vier Jahren bekehrt. Ich war eigentlich immer ein fröhliches Kind. Als ich aber in die vierte Klasse kam, änderte sich dies. Da ich ziemlich schlecht im Turnen war, wurde ich oft ausgelacht und einmal sogar von einem Mitschüler geschlagen. Solche Erlebnisse prägten mich - mein Selbstvertrauen schwand wie eine Schaumkrone dahin. Drei Jahre später kam ich dann in die Oberstufe und wurde in die Sekundarklasse eingeteilt. Wir hatten eine sehr gute Klasse und mein Selbsterwertgefühl begann sich wieder aufzubauen. Dies ging so lange gut, bis mir am Ende der Probezeit mitgeteilt wurde, dass ich in die Real wechseln musste da ich ganz knapp den Notendurchschnitt verfehlt hatte. Die ersten paar Wochen in der neuen Klasse waren ein Horror für mich! Ich fragte Gott oft: "Wieso gerade ich?" Ich konnte dieses Schicksal einfach nicht begreifen und akzeptieren. Ein paar Monate später kamen dann zwei Praktikantinnen zu uns in die Klasse. Die eine war Model und bewarb sich dann ein Jahr später auch bei den Miss-Schweiz-Wahlen, wo sie sehr gut abschnitt. Mit ihr mussten wir im Turnen einen Fit-Check machen, wo ich als eine der schlechtesten abschnitt - obwohl ich eine sehr gute Figur hatte. Dies gab mir dann ziemlich zu denken, d.h. nach aussen hin, nahm ich es ziemlich gelassen aber Innerlich fragte ich mich immer wieder: Warum nur, warum nur???

Da ich um jeden Preis im Turnen besser werden wollte und ich mich auch nach Aufmerksamkeit sehnte, kam mir der Gedanke, mein Gewicht zu reduzieren um vielleicht auf diesem Weg im Turnen besser zu werden. Natürlich ging das nicht so einfach, wie du dir das jetzt vielleicht vorstellst. Es war ja mein Umfeld da, das nichts mitbekommen durfte. Am Anfang nahm ich nur dann ab, wenn ich eine Krise hatte. Doch plötzlich gefiel ich mir besser mit weniger Gewicht. Es schlich sich beim Abnehmen ein Erfolgsgefühl ein. Man muss sich das so vorstellen, jedes Gramm, das man abgenommen hat, ist ein Erfolg und der Tag ist dann gerettet. Nach einem Jahr Real durfte ich dann nochmals mit der ersten Sek beginnen. Da ich nun fast drei Jahre älter war als die Jüngsten in der Klasse, fühlte ich mich manchmal
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