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Richard Wurmbrand
In Rumänien
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KURZGESCHICHTE
Freitag 21.11.2008
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Auf der Suche nach des Vaters Haus

Es wurde mir schnell bewußt, daß die Lehre Jesu nicht klar und deutlich auf eine Seite geschrieben werden kann, die schon mit anderen Buchstaben beschrieben ist. Ein völliger Bruch mit dem Vergangenen ist notwendig, sowie ein vollkommener Neubeginn, dessen Voraussetzung eine dauernde und kompromisslose überwachung der eigenen Gedanken ist.
Mich selbst verwunderte diese Veränderung am meisten, war ich doch einst ein kämpferischer Atheist gewesen, der tatkräftig anarchistische Unruhen unterstützt hatte. Mein Wille war nicht frei, als diese Veränderung vor sich ging. Ich war gezwungen, mich zu bekennen. Alles geschieht mit der Gnade Gottes. So, wie es in der Natur einen biologischen Zeitplan gibt, der den Ablauf bestimmt, wann ein junger Vogel dem Ei entschlüpft, sich den Zugvögeln anschließt und zu einem festgelegten Zeitpunkt zurückkehrt, ebenso wie es eine biologische Uhr im physischen Leben des Menschen gibt, existiert, so glaube ich, auch ein geistlicher Zeitplan. Für jeden von Gott Auserwählten gibt es eine besondere, vorherbestimmte Stunde, in der er den Sohn Gottes erkennt, der schon immer in ihm weilte, der aber geduldig auf den Augenblick wartete, da Er sich offenbaren soll. In dieser besonderen Stunde vereinen sich innere und äußere Faktoren, die vor langer Zeit vorbereitet worden sind, um diese Wiedergeburt zu veranlassen.
Ich hatte mich entschlossen, Jesus in Treue zu dienen. Der Mensch aber, der diese Entscheidung getroffen hat, muß erst das wahre Gesicht Jesu unter den unzähligen Fälschungen, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, finden.
Bevor ich nun meinen Weg als Christ begann, versuchte ich mich, über die unterschiedlichen Konfessionen so gut wie möglich zu informieren. Aber es war nicht leicht, irgendeine Wahl zu treffen. Die Kirchengeschichte ist voll von geistigen Auseinandersetzungen und Streben nach Ruhm und Reichtümern. Das Wort Gottes wurde benutzt, um vergängliche politische Interessen zu fördern und um die Wahrheit mit Missetaten zu ersticken. Und bis heute haben einige Glaubensrichtungen die Parole, die Hitler einst so formulierte: 'Wo wir sind, ist für andere kein Platz'.
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