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Richard Wurmbrand
In Rumänien
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KURZGESCHICHTE
Donnerstag 4.12.2008
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Unser Dienst am Jüdischen Volk

Die Juden litten während des Krieges so sehr, daß, wären wir nur unserem Gefühl gefolgt, wir nichts anderes getan hätten, als sie zu umarmen und zu trösten. Und wann immer Gelegenheit war, etlichen zur Flucht zu verhelfen, taten wir es.
Aber damit konnten wir uns nicht zufrieden geben. Der Prophet Jeremia lebte zur Zeit der heftigsten babylonischen Angriffe, die den Beginn der Zerstörung des jüdischen Staates kennzeichneten; er machte damals den Juden Vorwürfe wegen ihrer Sünden. Jesus, der von manchen als ein neuer Jeremia bezeichnet wurde, warf den Juden ebenfalls ihr sündhaftes Leben vor, als sie unter der ungerechten Herrschaft der Römer litten. Sowohl Jeremia als auch Jesus wurden von ihren Zeitgenossen für Verräter ihres Volkes gehalten.
Wir befanden uns in der gleichen Lage wie die Propheten in den alten Zeiten: Verzweiflung, grausame Unterwerfung und furchtbare Leiden hatten die Herzen der Juden zu Stein werden lassen. Unaufhörlich stieg ihr Schrei empor: 'Gott soll ein anderes Volk wählen. Wir sind es müde, sein Volk zu sein!'
Andererseits aber war die kleine Gruppe christlicher Juden von der Wahrheit des Ausspruches Jesu überzeugt, daß das Heil von den Juden kommen muß, und daß die Juden eine Aufgabe zu erfüllen haben und verpflichtet sind, sie zu erfüllen...
Unser Gedankengang war einfach: Bereits vor viertausend Jahren erhielten die Juden die Zehn Gebote, die moralische Grundlage. Ihnen wurde offenbart, daß Gott der Eine Gott ist und daß Gott von den Menschen eine Bruderschaft freier Männer und Frauen verlangt - eine von Liebe und Wahrheit geleitete Gemeinschaft. Er versprach ihnen auch einen Messias, der schließlich ein solches Königreich errichten würde. Die Juden waren das von Gott erwählte Volk, das allen Völkern diese Offenbarung überbringen sollte. Gott rüstete sie mit den Eigenschaften aus, die sie brauchten, um ihre Mission ausführen zu können.
Doch fast zweitausend Jahre nach Mose hatte die Welt noch immer nichts von dieser Offenbarung gehört. Julius Cäsar schrieb in seinem Werk 'De Bello Gallico', daß die Gallier, die
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