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Richard Wurmbrand
In Rumänien
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KURZGESCHICHTE
Donnerstag 4.12.2008
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Kindheit und Armut

Am 24. März 1909 wurde ich in Bukarest, Rumänien, geboren.
Mein Vater starb als ich 9 Jahre alt war. In unserer Familie war das Geld immer knapp, und oft genug auch das Brot. Ein Bekannter wollte mir einmal einen Anzug schenken, doch als wir in den Laden kamen und der Kaufmann seine Ware brachte, sagte er: 'Das ist viel zu schön für einen solchen Jungen.' Ich kann mich immer noch an seine Stimme erinnern. Meine Schulausbildung war recht mangelhaft, doch wir hatten viele Bücher zu Hause. Noch ehe ich zehn Jahre alt war, hatte ich sie alle gelesen und wurde genau so ein großer Zweifler wie Voltaire, den ich verehrte. Da es in meiner Familie keinerlei religiöse Unterweisung gab, wurde ich durch das Lesen atheistischer Bücher und die ständige Armut schon mit vierzehn Jahren zu einem verhärteten Gottesleugner. Ich hasste geradezu jede Vorstellung von Religion.
Dennoch zog mich ständig etwas unerklärliches in die Kirchen. Es fiel mir schwer, an einer vorbeizukommen und nicht hineinzugehen. Jedoch verstand ich dann nie, was in diesen Kirchen vor sich ging. Ich lauschte den Predigten, aber sie drangen nicht zu meinem Herzen. Von Gott hatte ich keinerlei Vorstellung, aber ich hätte zu gerne gewußt, ob irgendwo im Zentrum dieses Weltalls ein liebendes Herz existierte. Ich hatte nur wenig Freude in meiner Kindheit und Jugend erfahren. Deshalb sehnte ich mich danach, daß irgendwo ein liebendes Herz auch für mich schlagen möchte.


Ich war ein Atheist, aber der Atheismus gab meinem Herzen keinen Frieden.

Als ich erwachsen war, trat ich ins Geschäftsleben in Bukarest ein. Meine Sache machte ich gut. Noch keine fünfundzwanzig Jahre alt, hatte ich bereits eine Menge Geld zur Verfügung. Ich gab es in prunkvollen Bars aus und für die Mädchen von Klein-Paris, wie man die Hauptstadt nannte. Nach den Folgen fragte ich nicht, solange nur mein Hunger nach immer neuen Reizen
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