| Schweiß und hatte starke Magenschmerzen. Die Lautsprecher in diesem Raum hatten eine neue Botschaft zu verkünden: Niemand glaubt jetzt mehr an Christus, niemand glaubt jetzt mehr an Christus, niemand glaubt jetzt mehr an Christus. Keiner geht mehr in die Kirche, keiner geht mehr in die Kirche, keiner geht mehr in die Kirche. Gib auf, gib auf, gib auf. Keiner glaubt jetzt mehr an Christus... Am nächsten Morgen erschien Konya und hieß mich ihm den Korridor entlang zu folgen. Eine neue Zelle und frische Kleidung warteten auf mich. Es gab ein überzogenes Bett und einen Tisch mit einer Vase mit Blumen. Das war zuviel für mich. Ich setzte mich hin und fing an zu weinen. Als Konya gegangen war faßte ich mich wieder. Ich sah mir die Zeitung an, die auf dem Tisch lag. Darin suchte ich nach der Nachricht, daß die 6. Kriegsflotte der US-Streitkräfte ins Schwarze Meer eingelaufen war, um freie Wahlen in besetzten Ländern zu fordern. Dieses Gerücht ging gerade in Gherla um. Doch stattdessen fand ich einen kurzen Artikel über Fidel Castro, der in Kuba die Macht an sich gerissen hatte und Amerika direkt vor seiner eigenen Tür Schwierigkeiten machte. Der erste, der mich aufsuchte, war Kommandant Alexandrescu. Er sagte, meine neue Umgebung sei eine Kostprobe von dem angenehmen Leben, das mir offen stünde. Er begann, den christlichen Glauben anzugreifen. Christus sei nur eine Erfindung der Apostel gewesen, um die Sklaven mit der Hoffnung auf die Freiheit im Paradies irrezuführen. Ich griff nach der Zeitung und reichte sie ihm. 'Sie trägt das Datum vom Juli 1963, das bedeutet 1963 Jahre seit der Geburt von jemand, der - wie Sie eben gesagt haben - nie gelebt hat. Sie glauben nicht an Christus, akzeptieren ihn aber als den Gründer unserer Zivilisation.' Alexandrescu zuckte mit den Schultern. 'Diese Zeitrechnung ist einfach eine Sitte, ohne Bedeutung.' 'Aber wenn Jesus niemals auf die Welt gekommen ist, wie ist diese Sitte entstanden?' fragte ich. 'Einige Lügner haben es in die Welt gesetzt.' Ich sagte: 'Wir müssen die Existenz Christi als eine historische Tatsache anerkennen, wenn sogar im Talmud von den Pharisäern, seinen schlimmsten Feinden, über ihn berichtet wird. Dort werden die Namen seiner Mutter und einiger seiner Apostel erwähnt, und dort wird berichtet, daß Christus Wunder gewirkt hat, die sie allerdings der Kraft der Schwarzen Magie zurechnen. Und viele heidnische | zurück | Seite: 1 2 3 Index | weiter  |
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