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KREBS
EinleitungKennzeichenEntwicklungUrsachenDiagnoseBehandlungStatistikErfahrungsberichtLebensgeschichte: «Jesus und Krebs - Meine Geschichte»

GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Sonntag 7.9.2008
FREI SEIN ? !

Bösartige Geschwülste sind durch eine programmwidrige Zellvermehrung gekennzeichnet, die ohne Rücksicht auf die Baupläne eines Gewebes erfolgt. Sie kommt entweder durch erhöhte Zellteilungsraten oder durch eine Störung der Zellreifung zustande. Hierbei versagen die unter physiologischen Bedingungen wirksamen regulierenden Systeme, die Zellteilung, Zell-, Gewebsdifferenzierung und -regeneration aufeinander abstimmen (z.B. Hormone und Chalone).

Einen wesentlichen Schritt für die modellhafte Erklärung dieser Vorgänge bedeutete die Entdeckung von Genen, die nach Einführung in eine Zelle diese in eine Krebs-Zelle umwandeln (Transfektion). Diese Onkogene (Krebs-Gene) sind mit Genen, die in Tumorviren vorkommen, eng verwandt, treten jedoch (in geringerer Menge, leicht verändert oder auf anderen Chromosomen lokalisiert) auch in regulären Zellen auf. Sie steuern die Bildung von Wuchsfaktoren und von entsprechenden Rezeptoren der Zelle. Bereits minimale Veränderungen (ein Baustein auf 20'000) können zu einer Umwandlung des harmlosen Krebs-Gens einer Normalzelle in das bösartige Krebs-Gen einer Tumorzelle führen.

Neben den Onkogenen sind Anti-Onkogene bekannt, die in normalen Zellen die Zellteilung verhindern oder diese im Bedarf (z.B. bei der Wundheilung) kurzfristig freigeben. Fällt deren bremsende Funktion aus, kommt es zur dauernden unkontrollierten Zellteilung. Hieraus ergibt sich die Modellvorstellung, daß eine Zelle entweder dadurch zur Krebs-Zelle wird, daß sie Rezeptoren für Wuchsfaktoren ausbildet, für die sie vorher unempfindlich war, oder aber durch Verlust eines Rezeptors für einen Bremsfaktor unempfindlich wird. Als gesichert gilt die Erkenntnis, daß die Wirkung von Onkogenen für die Entstehung von Krebs erforderlich ist, daß sie allein jedoch nicht ausreicht.
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