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Angefangen hat alles mit 12 Jahren. Ich wurde von einem Mann, der in
unserem Dorf wohnt, vergewaltigt. Er hat mir von da an immer damit gedroht, wenn ich nicht zu diesem Zeitpunkt an
diesem Tag, an diesem Ort erscheinen würde, würde er meiner Familie etwas antun. Ich habe noch 3 Schwestern, und einen
Bruder. Ich bin mittlerweilen 18 Jahre alt. also ging ich fast jede Woche zu diesem Treffpunkt, und wurde immer sexuell
missbraucht. Da ich eine Augenkrankheit habe, kam ich dann mit 14 Jahren in ein Internat für Sehbehinderte.
Aber der Alptraum ging weiter. Ich war nie übergewichtig, aber dann
habe ich angefangen zu essen, und zu kotzen. Als dann auch noch meine Betreuerin herausfand, dass ich mich
selbstverletze, gab es kurzum ein Gespräch mit meiner Psychologin. Dann kamen auch noch diese Suizidgedanken. Ich wurde
in eine Erwachsenenpsychiatrie eingeliefert. Es ging aber nicht lange, da wurde ich notfallmässig nach Königsfelden in
die Isolierzelle verfrachtet, bis ich wieder einigermassen stabil war. dann gings wieder zurück. Nach neun Monaten
verlegten sie mich in eine Kinder und Jugendpsychiatrie, da bekam ich eine Magensonde, und musste wieder nach
Königsfelden verlegt werden. Nach 15 Monate in dieser Klinik, konnte ich entlassen werden.
Ich fing in Basel an mit einem Vorkurs für medizinische Masseurin,
hatte dort auch ein eigenes Zimmer. Aber am Wochenende fing das Treffen wieder an. Ich fing wieder an tiefer zu
schneiden, und musste auch immer häufiger nähen. Jetzt bin ich nun wieder in einer Klinik, aber heute wechsle ich von
der 3 monatigen Therapie auf der Geschlossenen, auf die Borderline Station. Ich hoffe, dass ich genug Kraft habe, diese
anstrengende Therapie durchzuhalten, und mein Ziel, Krankenschwester zu werden, zu verfolgen.
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