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Familie oder Feind?
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    KURZGESCHICHTE
    Dienstag 7.2.2012
    FREI SEIN ? !

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    Ich war damals 10 Jahre alt. Meine älteste Schwester heiratete recht früh und zog somit mit ihrem Mann zusammen. Oft war ich am Wochenende oder wenn sie am Nachmittag Freitags mit der Arbeit fertig war, bei ihr bis zum Abend oder einen ganzen Tag. Wir hatten immer viel Spaß, gingen einkaufen, oder kochten zusammen. Eines Abends, das essen war fast fertig, es regnete und es war nass draußen, dunkel. Es war später Herbst oder Winter. Ging mein Schwager, Flaschen wegwerfen und fragte mich, ob ich ihm beim tragen helfen würde. Die Container waren nicht sehr weit entfernt...über eine Brücke, nach rechts auf einen Acker- dahinter Wald und ein kleiner Bach. Ich wollte nicht, es war nass und kalt. Doch ich ging trotzdem mit.
    Der Weg verlief friedlich, witzig wie es zwischen uns immer gewesen war, freundlich. Die Flaschen warf er ein, fragte mich, welchen Weg wir zurück nehmen wollten. Ich wollte den kürzesten Weg, er sagte, das sei durch den Wald, das war mir ganz gleich damals, hauptsache ins trockene. Eine Weile liefen wir einen schmalen Weg entlang, etwas erhellte den Weg, der Mond...Laternen...Lichter aus Häuser.... Aus mir nicht erklärlichen Gründen, blieb er stehen, bat mich zu ihm hin. Ich dachte mir nichts dabei bis er meine Hand in seine nahm, sie auf seine Hose, zwischen seine Beine legen wollte. Ich sträubte mich etwas dagegen, wußte, das "darf nicht sein". Zog die Hand weg, wollte weiter gehen. Doch er rief mich zurück, böse, fast wütend befahl er mir: Lang da hin! Doch ich tat es nicht, hatte Angst, wollte etwas tun um ihn abzulenken, ich sprach den Hund an, er war nicht zu sehen doch seine Aussage er würde nicht abhauen, erbrachte nicht die erwartete reaktion. Es fing wieder zu regnen an, leicht. Ich hoffte er würde jetzt schnell nach Hause wollen, ich wollte weg, raus aus dieser Situation, fühlte mich wehrlos, gefangen und ausgeliefert. Noch einmal, nahm er meine Hand, legte sie auf die Hose worunter ich etwas hartes verspürte. ,- Diese erste Erfahrung, und damit die Erinnerung daran, hört hierbei auf.
    Meiner Schwester, erzählte ich damals nichts von dem geschehenen. Dachte ich mir doch selbst, es war "einmal". Doch das sollte nicht so gewesen sein. Zwar versuchte ich so oft es ging, das alleine sein mit ihm zu vermeiden doch es ging nicht immer, da keiner wußte warum ich es wollte und ich es dann nicht hätte begründen können, was tun?

    Ich tat nichts.

    War wieder mit ihm alleine. Sie zogen in unsere Nähe, 2 Straßen weiter. Es war Winter, er arbeitete nicht, war Tagsüber zu Hause. Oft bei uns, auch alleine.
    Schlitten fahren, ok aber nicht mit ihm. Ich fühlte mich sicher, zwischen den Menschen, er würde nichts tuen, wir waren nicht wirklich alleine. Er saß hinter mir, berührte mich an meiner Brust, ich spürte wie er diese Sekunden "genoss" die er hinter mir saß, ich es nicht ändern konnte.

    Eine Erinnerung ist.... das meine Mutter, meine Schwestern weg gingen. Wir waren alleine. Alleine nebeneinander auf der Couch im Wohnzimmer. Wäre jemand gekommen, er hätte es gesehen durch das Fenster, so fühlte er sich wohl sicher. Er öffnete meine Hose, griff mit seiner Hand darunter, auch unter den Slip und "betätigte" sich dort mit seinen Fingern, steckte mir noch 10DM hinein, es lief jemand am Fenster vorbei, er hörte auf, ich ging schnell in mein Zimmer.

    Die Machtlosigkeit ist groß in solchen Augenblicken. Danach dachte ich immer, warum hast Du nichts getan? Steiff vor Angst/Ratlosigkeit/Verzweiflung, was auch immer dazu führt in einem solchen Moment sich einfach nicht wehren zu können. Weder körperlich noch verbal.
    Es wurde Sommer, der wievielte nachdem das im Wald geschah, weiß ich nicht. Wir machten eine Fahrradtour. Es hieß, wir fahren nur ins Dorf und essen ein Eis. Doch er fuhr weiter, in den Wald. Ich fuhr nicht weg, ihm brav hinterher sonst gäbe es Ärger zu Hause. Hoffnung in mir, er würde seine Finger bei sich lassen, bloß nicht alleine sein. Vom Hauptweg abgekommen, standen wir irgendwann auf einem kleinen Hügel wo ein schmaler Weg hinunter führte, er war recht steil. Er hielt an, stieg ab. Lief um mich herum, "Du hast da was im Haar". Das sagte er zu mir als er hinter mir stand, ich mich verloren, ausgeliefert fühlte. Er fasste unter mein T-Shirt, an die Brust. Um der Situation herr zu werden sagte ich, ich wolle los fahren. Er ließ ab von mir und fuhr sogar voran. Einmal mehr, hatte es ein Ende- bis zum nächsten mal.

    Noch immer, wußte keiner davon. Seine Frau nicht, meine Mutter+Vater, meine andere Schwester nicht. Die Familie, ahnungslos. Meine Freunde- bestens informiert darüber.
    Doch irgendwann, ein Brief. Ein Brief wo die Mutter meines Freundes fand und zu meiner Mutter brachte. Sie wußte es. Ich mußte ihr davon erzählen obgleich es mir mehr als unangenehm war, so wenig wie möglich dachte ich mir, nur das wichtigste sagst Du. Ich glaube, sie glaubte mir. Doch wir taten nichts. Weder sie, und vor allem nicht ich kamen auf die wahre Idee ihn anzuzeigen. Versprochen es das nächste mal zu sagen, würde wieder was geschehen, war meine Mutter zufrieden, ich habe es nie gehalten dieses Versprechen.

    Tage später, oder Wochen kam ich von der Schule. Ich solle zu meiner Schwester hoch, sie habe eine Überraschung für mich. Ich hatte keine Ahnung davon das meine Mutter es ihr gesteckt hatte, was sie erfahren hatte von mir. Meine Schwester, sprach mich natürlich darauf an, in der Küche, sie backte gerade Kuchen, es war ein warmer Tag. "Das kann auch mal einem Lehrer passieren das er mal aus Versehen wohin längt". Danach wußte ich, es hat keinen Sinn, sie wird Dir nie glauben, sie liebt ihn eben und WILL es nicht glauben. Das Thema war einmal angesprochen und niemehr viel zwischen uns beiden darüber ein Wort. Vergessen habe ich es nie das sie mir nicht glaubte.

    Jahre vergingen seit es anfing. Ich wohnte mit meiner Mutter inzwischen weiter weg, alleine. Doch noch immer, war ich bei meiner Schwester am Tag, nicht zu selten. Ich war dazu gezwungen, mich von ihm nach Hause fahren zu lassen. Viele male ging es gut, doch ich wußte, irgendwann, bleibt er stehen, irgendwann, passiert was, irgendwann- passiert es erneut und Du bist alleine. Erst in dem Alter, ich muß so 15 gewesen sein, begriff ich, glaubte ich zu wissen, wann es immer passiert oder warum.... Alkohol. Ich brachte es damit in Verbindung, redete mir ein es wäre ihm nicht wirklich klar was er täte. Zu Hause angekommen, vor der Haustüre. Sie ging nicht gleich auf. Der falsche Schlüssel. Hinter mir spürte ich wie er anfing mich anzufassen, ich trat nach hinten aus, verfehlte ihn allerdings. Die Tür ging auf und ich verschwand schneller in meinem Zimmer als je zuvor.
    Es würde wieder geschehen....es war nicht zu ende....

    Das war es in der Tat nicht. Am besten in Erinnerung blieb mir eine Situation die anfing wie die vorher beschriebene, obgleich es nicht die letzte war. Wieder fuhren wir zu mir nach Hause. Wieder war es dunkel. Er bog in einen Parkplatz ein um den herum viele Bäume waren. Fast wie im Wald, weit und breit kein Haus. Kein Licht. Er müsse mal, also ging er. Kam wieder und setzte sich neben mich, ich freute mich schon, es ist nichts, ich habe Glück. Wir fahren weiter. Doch dem war nicht so. Er bog sich über mich um an die Beifahrertür zu kommen, er suchte dort wohl etwas, auch wenn er es nur vorgetäuscht hat vielleicht. Beim zurücksetzen, "nahm er alles mit" - bis auf seine rechte Hand. Die ließ er auf meinem Oberschenkel. Streichelte mich wo es nur ging und das nicht auf der Kleidung. Er versuchte mich dazu zu bringen, ihn zu küssen und ich roch den Alkohol. (Gab ihm wieder die Schuld daran). Ich stieß ihn weg, doch es half nichts. Ich wußte mir nichtmehr zu helfen, er gewann im mer mehr gewalt über mich und ich verlor sie immer mehr, über mein eigenes tuen. Hörte schließlich auf mich zu wehren, dachte mir nur noch, tue doch was Du willst, ich kann mich nichtmehr wehren, es ist sinnlos. Ich bin alleine, keiner könnte mir hier helfen und Du, bist eh stärker als ich. Doch als ich seine Hand erneut an mir verspürte wie sie unter meine Hose fasste, hatte ich eine letzte Hoffnung wie ich ihn von mir abbringen könnte, "Wenn Du nicht auhörst sag ichs der ........" so ließ er von mir ab weil er wohl fürchtete seine Frau könne mir glauben und dann mit ihm Streß anfangen.


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