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Die
zahlreichen Orden mit bewusst symbolträchtigen Namen - wir erwähnen
sie im Folgenden nur in Auswahl- könnten den Eindruck erwecken, dass die westliche Welt überall von satanistischen
Gruppen unterwandert sei. Bei allen Gruppen ist aber zu bedenken, dass okkulte Zirkel in der Regel nur eine kleine
Überschaubare Zahl eingeweihter Mitglieder umfassen - idealerweise treffen sich 13 in einem satanistischen Zirkel-,
dass manche Okkultisten gleichzeitig verschiedenen Orden angehören oder angehörten, dass einzelne Orden
zwischenzeitlich keine Aktivitäten anbieten, bis sich wieder ein Meister präsentiert, der, angeblich in der direkten
Nachfolge der früheren Meister, den Orden reaktiviert.
Die fürs eigene schwache Selbstbewusstsein heilsame Vorstellung, in der
Meisternachfolge der berühmtesten Okkultisten zu stehen, führt hie und da zum Spiel mit Jüngern und Ritualen, die
weitgehend oder ausschliesslich in der eigenen Vorstellung existieren. So sind okkulte Orden, die sich auf ihren
Websites eindrücklich präsentieren, eventuell nur virtuelle Gemeinschaften. Ob sich hinter einem grossartig-diabolisch
klingenden Namen auch eine einigermassen ansehnliche Okkultistengruppe verbirgt oder nicht, vermag der Aussenstehende
oft kaum zu entscheiden. Die Schweigepflicht gegenüber Aussenstehenden wird meistens eingehalten. Genaue Zahlen für die
einzelnen Orden sind also auch dort, wo Gruppen effektiv Menschen an sich binden, nicht beizubringen. Beobachter der
Szene gewinnen den Eindruck, dass der Einfluss von Crowley auf die okkulte Szene Mitteleuropas etwas zurückgetreten
ist, während das offenkundige Interesse auch europäischer Okkultisten an La Vey und am Temple of Seth zugenommen hat.
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