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Eugène-Samuel Grasset 1845-1917 Morphinomanie. 1897
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Der
ältere Begriff "Sucht" wurde von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch den Begriff der
"Abhängigkeit" ersetzt. Man unterscheidet psychische
Abhängigkeit, d.h. das übermächtige und unwiderstehliche
Verlangen, eine bestimmte Substanz wieder einzunehmen, und
körperliche Abhängigkeit, die durch Dosissteigerung und das
Auftreten von Entzugserscheinungen gekennzeichnet ist.
Insgesamt handelt es sich bei Abhängigkeit also um ein
zwanghaftes Bedürfnis und Angewiesensein auf bestimmte
Substanzen.
Der
Konsum von Alkohol
und Drogen
hat eine lange Geschichte. Schon vor ca.9000 Jahren wurde Bier
gebraut. Sowohl von den alten Ägyptern als auch den Griechen
sind Berichte über Trinkgelage überliefert. Homer beschrieb in
seiner "Odyssee" die beruhigende Wirkung des Opiums. Freud
verfaßte eines seiner Hauptwerke, "Die Traumdeutung", unter
Kokaineinfluss.
Heute
ist Abhängigkeit eines der größten gesellschaftlichen
und gesundheitspolitischen Probleme unserer Zeit. Einerseits
entstehen durch verringerte Arbeitsleistung, Unfälle etc. hohe
direkte und indirekte Kosten, andererseits hat Abhängigkeit
auch im sozialen Umfeld schwerwiegende Folgen. So wird etwa
die Hälfte aller Straftaten unter Alkoholeinfluss verübt; auch
die Familien der Betroffenen leiden unter den Folgen der
Abhängigkeit.
Je
nach Art der Substanz unterscheidet man zwischen
Alkohol-, Medikamenten-, und Drogenabhängigkeit.
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