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Von
den Drogen- und Medikamentenabhängigen schafft nur ein
geringer Prozentsatz den Selbstentzug. Die Prognose beim
Opiat-, Halluzinogen-, und Amphetamin- Typ ist besonders
ungünstig. Nur etwa ein Drittel der Drogenabhängigen wird
geheilt, bei einem weiteren Drittel tritt zumindest Besserung
ein. Die Abstinenzrate nach einer Entwöhnungsbehandlung liegt
zwischen 20 - 40%. Viele Drogenabhängige sterben durch eine
Überdosis, durch Selbstmord, Unfälle oder Infektionen
(Hepatitis, HIV).
Bei
der Entwicklung der Alkoholabhängigkeit lassen sich
folgende typische Phasen unterscheiden: Zunächst kommt es
immer häufiger zum Alkoholkonsum, um sich Erleichterung zu
verschaffen. Darauf folgt heimliches und gieriges Trinken, es
wird ein Alkoholvorrat angelegt und die Gedanken kreisen um
den Alkohol. In der nächsten, kritischen Phase kommt es zu
Stimmungsschwankungen und Versuchen, abstinent zu bleiben. Es
stellen sich erste körperliche Folgen ein. Meist geht das in
einen chronischen Verlauf über, wobei deutliche
Schädigungsfolgen auftreten. Die Alkoholtoleranz sinkt, es
wird auch schon morgens getrunken. Es beginnt meist ein
sozialer, seelischer und körperlicher Abbau. Bleibt die
Alkoholabhängigkeit bestehen, treten schwere Hirnabbauprozesse
und Organschäden auf, die zum Tod führen können.
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