Weiterführende Links:
Bild btopl.jpg wurde nicht geladen
Abhängigkeit & Sucht
Zum ForenbereichForum
Newsletter abonnierenNewsletter
GästebuchGästebuch
Diese Seite weiter empfehlenTell a Friend
Bild btexts.jpg wurde nicht geladen
Die Therapie
ABHÄNGIGKEIT:
ZusammenfassungEinleitungHäufigkeitGrundlagen und UrsachenSymptomatik und UntertypenVerlaufTherapieErfahrungsberichteLebensgeschichte: «Mein Weg aus der Drogensucht»

GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Montag 15.3.2010
FREI SEIN ? !

mehr


Generelle Behandlungsziele sind die Nachreifung und Stabilisierung der Persönlichkeit und die Rehabilitation und Reintegration des Abhängigen. Entscheidende Elemente sind dabei die Motivierung des Abhängigen und Maßnahmen zur Vorbeugung von Rückfällen.

Die Behandlung gliedert sich in:
  • Kontakt- und Motivationsphase,
  • Entgiftungsphase (körperlicher Entzug),
  • Entwöhnungsbehandlung,
  • Nachsorge- und Rehabilitationsphase und Rückfall-Vorbeugung.
Am Beispiel der Alkoholabhängigkeit läßt sich dieser Behandlungsablauf folgendermaßen beschreiben: In der ersten Phase geht es darum, den Alkoholismus zu erkennen, was aufgrund der Tendenz zur Veheimlichung der Sucht oft erst sehr spät geschieht. Der Betroffene muss dann zur Therapie motiviert werden, dabei ist u.a. der Einfluss von Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern sehr hilfreich. In der Entgiftungsphase, die meist stationär durchgeführt wird, muss besondere Aufmerksamkeit auf Abstinenzerscheinungen gerichtet werden. Unter Umständen kann es zu einem Delir kommen, das sich sowohl in psychischen Anzeichen wie Desorientiertheit, Halluzinationen und Stimmungsschwankungen als auch körperlich mit Erbrechen, Blutdruckschwankungen, Zittern und eventuell sogar epileptischen Anfällen zeigt. Die Entzugsbehandlung dauert meist 1 - 4 Wochen. In der Entwöhnungsphase soll der Betroffene lernen, ohne Alkohol zu leben; es werden vielfältige psychotherapeutische Maßnahmen eingesetzt. Der Betroffene soll beispielsweise durch die Gruppentherapie erneut Eigenverantwortung entwickeln und größeres Selbstbewußtsein aufbauen. In der Arbeit mit Angehörigen wird versucht, die oft gestörten familiären Beziehungen zu verbessern. Diese Phase kann 6 Wochen, aber auch bis zu 6 Monaten dauern. In der folgenden Nachsorge- und Rehabilitationsphase geht es um eine langfristige Stabilisierung des Betroffenen, dabei spielt die Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf und das gewohnte Umfeld eine entscheidende Rolle. Zur Vorbeugung von Rückfällen ist das Treffen mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen oft sehr hilfreich.

Bei der Behandlung von Abhängigkeit arbeiten also verschiedene Stellen eng zusammen: Der erste Kontakt erfolgt meist durch Drogenberatungsstellen, Hausärzte und Psychiater. Die Entzugs- und Entwöhnungsbehandlung wird dann überwiegend in Kliniken mit ärztlicher und psychologischer Unterstützung durchgeführt. Bei der anschließenden Nachsorge und Rehabilitation kommt Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern eine entscheidende Bedeutung zu. Der Wiedereinstieg in den Beruf wird in der Regel von Sozialarbeitern unterstützend begleitet.

Allgemein ist bei der Behandlung von Abhängigkeit zu beachten, dass Appelle an die Vernunft und abschreckende Hinweise meist wirkungslos bleiben. Dem Abhängigen sollte nicht vermittelt werden, dass er die Substanz nicht mehr zu sich nehmen darf, sondern dass er sie nicht braucht. Bei Alkoholikern werden manchmal Medikamente eingesetzt, die zu einer erhöhten Empfindlichkeit für oder zur Abneigung gegen Alkohol führen. Der Entzug sollte bei den meisten Substanzen abrupt und ohne Überbrückungsmittel erfolgen, es besteht sonst die Gefahr, dass eine Mehrfachabhängigkeit entsteht. Bei einigen Substanzen wird der Entzug allerdings üblicherweise mit medikamentöser Unterstützung durchgeführt, um die Entzugserscheinungen zu mildern, da viele Abhängige sonst nur schwer zur Therapie zu motivieren sind. Substitutionsprogramme, wie die Ausgabe von Methadon, sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit umstritten. Es besteht aber die Hoffnung, dass so die beruflich-soziale Wiedereinbindung erleichtert wird und die Beschaffungskriminalität sowie die Zahl der HIV-Infektionen zurückgeht.

zurück zurück zum Seitenanfang weiter
 
  • Alkoholismus
  • Top 50 Selbsthilfegruppen
    © 2003-2010 Sonja Blum   DisclaimerImpressumSiteMapNachricht an  Webmaster