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Donnerstag 20.6.2013
FREI SEIN ? !

Letzter Ausweg Suizid
Sendung zum
Thema Suizid im
Fenster zum Sonntag.
Fenster zum Sonntag "Letzter Ausweg Suizid" Video (450 kbps)

Sprechen Sie den suizidgefährdeten Menschen direkt auf die Thematik an. Sie verhindern keinen Suizid, indem Sie das Thema vermeiden. Depressive und gefährdete Menschen sind dankbar, über Suizidgedanken und die zu Grunde liegenden Probleme reden zu können und sich damit zu entlasten.

Versuchen sie nie dem betroffenen Menschen ins Gewissen zu reden. Aussagen wie, "reiss dich doch mal zusammen" oder "wenn du nur willst, schaffst du es schon" sind wenig hilfreich.
Äussern sie Verständnis für die schwierige Situation des Betroffenen hüten sie sich aber vor falschem Mitleid. Lassen sie sich trotz allem Verständnis für den Betroffenen nicht in den Strudel seiner Hoffnungslosigkeit hineinziehen.
Es besteht berechtigte Hoffnung das einem Menschen in einer Lebenskrise geholfen werden kann. Lassen sie sich diese Hoffnung nicht nehmen und äussern sie diese immer wieder der betroffenen Person gegenüber. Äusserungen wie "Ich sehe das es dir im Moment sehr schlecht geht, aber ich bin überzeugt dass dir geholfen werden kann" können Betroffene ermutigen, auch wenn dies im Moment nicht so scheint.

Alleine schon dadurch, dass sie sich für die betroffene Person Zeit nehmen, einfach weiter Ihre Freundinn, Freund, Kollegin, Kollege, Bruder, Schwester usw. sind, helfen sie einer Person aus einer Lebenskrise zu finden.

Das heißt nun aber nicht, dass Sie die Stelle eines Psychotherapeuten übernehmen müssen. Sie sollten versuchen, den Betroffenen dazu zu bewegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Begleiten Sie die Person zum Arzt, zum psychiatrischen Notfalldienst oder in ein Krankenhaus. Sie können die Person auch vor sich selbst schützen, indem Sie die Polizei verständigen, die gegebenenfalls die Einweisung in ein psychiatrische Klinik veranlasst.
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