Letzter Ausweg Suizid
Sendung zum
Thema Suizid im
Fenster zum Sonntag. |
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Sprechen Sie den suizidgefährdeten Menschen direkt auf die Thematik an. Sie verhindern keinen Suizid, indem Sie das
Thema vermeiden. Depressive und gefährdete Menschen sind dankbar, über Suizidgedanken und die zu Grunde liegenden
Probleme reden zu können und sich damit zu entlasten.
Versuchen sie nie dem betroffenen Menschen ins Gewissen zu reden.
Aussagen wie, "reiss dich doch mal zusammen" oder "wenn du nur willst, schaffst du es schon" sind
wenig hilfreich.
Äussern sie Verständnis für die schwierige Situation des Betroffenen hüten sie sich aber vor falschem Mitleid. Lassen
sie sich trotz allem Verständnis für den Betroffenen nicht in den Strudel seiner Hoffnungslosigkeit hineinziehen.
Es besteht berechtigte Hoffnung das einem Menschen in einer Lebenskrise geholfen werden kann. Lassen sie sich diese
Hoffnung nicht nehmen und äussern sie diese immer wieder der betroffenen Person gegenüber.
Äusserungen wie "Ich sehe das es dir im Moment sehr schlecht geht, aber ich bin überzeugt dass dir geholfen werden
kann" können Betroffene ermutigen, auch wenn dies im Moment nicht so scheint.
Alleine schon dadurch, dass sie sich für die betroffene Person Zeit nehmen, einfach weiter Ihre Freundinn, Freund,
Kollegin, Kollege, Bruder, Schwester usw. sind, helfen sie einer Person aus einer Lebenskrise zu finden.
Das heißt nun aber nicht, dass Sie die Stelle eines Psychotherapeuten übernehmen müssen. Sie sollten versuchen, den
Betroffenen dazu zu bewegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Begleiten Sie die Person zum Arzt, zum
psychiatrischen Notfalldienst oder in ein Krankenhaus. Sie können die Person auch vor sich selbst schützen, indem Sie
die Polizei verständigen, die gegebenenfalls die Einweisung in ein psychiatrische Klinik veranlasst.
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