Ja, es ist vorbei. Von außen gesehen.
Man sieht mir nichts an.
Aber
für mich ist es nicht vorbei.
Und ich weiß nicht,
ob es das jemals wirklich sein wird?
Ich glaube, viele denken da anders,
manche hätten vielleicht auch gerne,
daß ich ihnen zustimme,
damit es endlich wieder ruhig ist.
Aber ich weiß es wirklich nicht.
Vorbei wäre etwas anderes.
Aber weil ich damit leben muß,
und so leben muß,
wie ich jetzt lebe,
ob ich will oder nicht,
ist es für mich nicht vorbei.
Kann es gar nicht vorbei sein.
So lange ich auf so eine Art um so vieles mühsam kämpfen muß,
über das viele andere nicht einmal nachdenken,
weil es so selbstverständlich ist für sie,
ist es nicht vorbei.
Ich kann mir keine neue Kindheit holen,
und selbst, wenn das alles möglich wäre,
könnte ich doch niemals vergessen.
Ich kann es nicht. Es ist keine Frage von Wollen.
So lange ich mich so gefangen fühle,
eingesperrt in diesem Leben,
so lange ich innen so oft soviel höre und sehe,
von Bildern und Stimmen immer wieder eingeholt werde,
immer wieder dorthinzurückkehre,
so lange es Dinge sind, bei denen ich nur etwas andeuten brauche,
daß andere Menschen zurückweichen,
so lange ich aus diesem Grund wieder lieber schweige,
so lange ich so einsam mit allem bin,
so lange ich so müde bin und kraftlos und voller Angst,
so lange ich nicht begreife,
so lange ich mich schuldig fühle,
so lange keiner etwas tut,
so lange, wie ein Nein nichts zählt,
ein Leben nichts wert ist,
Kinder ohne Schuld vogelfrei sind,
so lange das alles ihnen immer weiter passiert,
ist es niemals vorbei.
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Naomi |
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