Zur Erinnerung an meine Tochter!
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Ich weiß Dein Tod war Deine Erlösung
anfangs war ich noch voller Hoffnung
Doch Tag für Tag wurde mir bewußt
dass Du diesen Weg gehen mußt
Mich damit abzufinden fiel mir schwer
denn wir alle liebten Dich doch so sehr!
Wir haben an Deinem Bett gesessen
werde diesen Tag nie vergessen
Du hattest keine Schmerzen mehr gespürt
Du lagst im Koma, hatte Dein Gesichtchen berührt.
Wir nahmen Dich in unserem Arm
Dein Körper er war so warm.
Wir wußten Du wirst heute gehen
Du hast gewußt wir werden es irgendwann verstehen.
Nach neun jahren kann ich es verstehen,
Du wolltest diesen Weg in Frieden gehen!
Als Du warst ins Koma gefallen
hörte ich die Worte der Ärzte durch meinen Kopf hallen
sie sagten dass Du gehst von uns in wenigen Stunden
es ging so schnell,hast schmerzlos Deinen Weg gefunden!
Anfangs dachte ich,ich würde an Deinen Tod zu Grunde gehen,
doch fing dann langsam an ihn zu verstehen!
Du hast Deiner jüngeren Schwester einfach nur Platz gemacht,
weil auch sie die selbe Krankheit hat!
Das zu erfahren machte in mir eine höllen Wut
doch an Dich zu denken macht wieder Mut!
Durch Deine himmlische Kraft
hast Du mir zum weiter kämpfen die Energie gebracht!
-2-
Bin ich traurig und allein im Haus
gehe ich mit meinen Gedanken zum Himmel hinaus
Seit neun Jahren wohnst Du dort
für mich als Lebender ein nicht zu erreichender Ort!
Ich weiß Du bist dort oben nicht allein
aber ich würde gerne bei Dir sein!
Manchmal da spüre ich Dich
das sind Momente nur für mich!
Ich denke oft an Deiner Willenskraft
die mich dann wieder stark macht!
Noch heute bewahre ich Deine Lieblingssachen
die mir,sie zu Berrühren, Freude machen
Deine Dich schmerzlich
vermissende Mama!!!!!!!!!!!
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Meine Mutter und ich, wir hatten noch nie ein gutes Verhältnis zueinander, besser gesagt, hasste ich diese Frau und tue es noch heute. Für mich ist sie nur die Frau, die mich geboren hat und mehr nicht.
Mein Vater...ja er war für mich so unerreichbar, so fremd auch heute noch und ich glaube, dass er mit meiner Mutter nie so glücklich war und es auch nie wird. Meine Mutter ist ein sehr egoistischer, ein langweiliger Mensch. Ich kenne die Frau nur liegend auf ihrer Couch mit ihrem verwöhnten Hund an ihrer Seite. Der Hund bekommt das, was ich als Kind von ihr nie bekommen habe: Liebe, Geborgenheit, Vertrauen, eine Freundin sein, aber nichts von dem. Mir gegenüber war sie schon immer (seit ich denken kann) ..kalt, gehässig ..sie brüllte mich von morgens bis abends an, wenn sie glaubte, dass es niemand zu hören schien, oder sie glaubte, es bekommt keiner mit. Ich habe mich immer gefragt, was ich dieser Frau getan haben konnte, ich weiß es nicht.
Meine zwei älteren Brüder (ich bin 33 Jahre alt) hatten es im Gegensatz zu mir gut, die hat meine Mutter in Ruhe gelassen. Der Älteste war schon immer ihr Liebling. Mein jüngster Bruder wurde verwöhnt, doch heute nervt es ihn gehörig.
Nun meiner Mutter war ich nur ein Klotz am Bein. Ständig bekam ich ihre schlechte Launen zu spüren. Für jeglichen kleinen Grund bekam ich die Abrechnung. Sei es wegen dem nervenden Nachbarn, oder wegen Familienknatsch, oder aus Spaß an der Freude mich zu quälen.
Damals dachte ich der einzige Mensch, der mich mag und dem ich vertrauen kann, sei mein Opa (Der Vater meines Vater) er steckte mir heimlich Geld zu, tröstete mich wenn ich heulend zu ihm lief, wenn meine Mutter mich mal mit Worten zur Schnecke gemacht hatte.
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie das mit uns angefangen hat, als ich ihn mal darauf ansprach, meinte er mit einem Lächeln, dass ich da so ungefähr zwei Jahre alt war. Er wäre bei uns zu Besuch gewesen und mußte mal zum stillem Örtchen und ich wäre im hinterher getippelt hätte im am Penis gefasst und da wußte er, dass wir uns verstehen würden. Peng!!
Ich mußte ihn jahrelang (vom zweitem-vierzehnten Lebensjahr) oral befriedigen, sowie per Hand bedienen. Ich bekam Schweigegeld. Er mißbrauchte nicht nur meinen Körper, sondern auch meine Seele. Er nutzte das gestörte Verhältnis zu meiner Mutter für seine Perversitäten zu seinen Gunsten aus, denn da konnte er sich ja sicher sein, dass ich gerade ihr nichts sagen würde. Wen sollte ich das denn auch erzählen? ...meine Mutter, die mir nie etwas geglaubt hatte, denn in ihren Augen war ich nur ein Nichtsnutz, ein Tunichtgut. Wie sagte sie mal zu mir, sie hätte lieber vier Jungen, als so eine Tochter wie mich gehabt!
In der Schule war ich die Klassenniete schlecht hin. Ich hatte vor alles und jeden Angst. Konnte vor Angst nicht mehr sprechen, wenn die Lehrer etwas von mir an der Tafel verlangten. Meine Mitschüler haben mich gehänselt ohne Ende, da ich ja nie die neuste Mode an hatte, sondern die abgetragenen Klamotten von meinen Geschwistern, oder von anderen Verwandten. Eine einzige Freundin hatte ich, aber auch ihr hatte ich mich nicht anvertraut. Also meine Kindheit war der reinste Albtraum!
Gott habe ich immer gefragt, was ich denn so schlimmes verbrochen habe, daß ich so gestraft wurde. Mit vierzehn kam die Erlösung... mein Opa starb an einer Gürtelrose. Er faulte von unten bis hin zur Hüfte am lebendigem Leibe. Damals empfand ich es als die gerechte Strafe, doch heute ..ich weiß nicht, er war halt ein kranker Perverser. Ich war zum falschem Zeitpunkt am falschen Ort, oder vielleicht hat Gott sich einfach vertan und ich sollte gar nicht in diese Familie geboren werden.
Habe es mir oft gewünscht, daß jemand vom Amt kommt und sagt ich wäre im Krankenhaus vertauscht worden. Dann wäre ich zu meinen richtigen Eltern gekommen, die mir sagen, daß sie mich lieb haben, die mich in den Armen nehmen und trösten, sagen, daß es ihnen leid tut, daß ich so gequält wurde. Aber es tat sich nichts. In meiner Jugend lernte ich Leute kennen, denen es ähnlich ging. Meine Mutter wollte mir das verbieten mit so einem Gesogs rumzuhängen, die hätten einen schlechten Einfluß auf mich. Das sagte die Richtige, dachte ich da nur.
Mit achtzehn lernte ich meinen späteren Ehemann kennen. Davor hatte ich viele Beziehungen, aber sobald die Sex wollten, machte ich Schluß oder machte Sex, empfand aber nix dabei! Sex war für mich nur eine Sache, die man halt macht und mehr nicht!
Im Jahre 1991 wurde meine erste Tochter geboren. Einen Monat vorher hatten wir erst geheiratet. Ich machte trotz Schwangerschaft und Geburt meine Lehre zu Ende. Nach der Heirat merkte ich schon, dass mein Mann gerne mit anderen Frauen flirtete und auch kein Hehl daraus machte, daß ich es mitbekam. Entweder war er nur arbeiten, oder auf Fetengänge. Im Jahr 1992 kam dann unsere zweite Tochter zur Welt. Meine Mutter hielt mich eh schon für verrückt, daß ich Kinder in die Welt setzte, weil ich dafür nicht geeignet wäre. Sie wurde drei Wochen zu früh per Kaiserschnitt geholt. Daß war weiterhin nicht schlimm für mich. Hauptsache das Kind ist wohl auf! Doch es kam alles anders und heute noch wünsche ich dieses Leid, das auf mich und die Kinder zu kam, keinem Feind der Welt.
Es stellte sich heraus, daß meine kleine Fabienne krank war. Die Ärzte standen vor einem Rätsel und schickten das Kind von einer Klinik zur anderen und verschenkten dabei wertvolle Zeit. Zeit die meine Tochter da nicht hatte. Die Ärtzte vermuteten, dass sie keine Gallenblase hat, oder etwas an der Milz ....oder ....oder. Dann wurde sie nach Köln zur Uni-Kinderklinik verlegt und dort wurde mir nach mehren unnützen Operationen mitgeteilt, daß Fabienne vielleicht mal eine Leberspende braucht. Der Arzt drückte mir einen Zettel mit irgendeiner Telefonnummer in die Hand und meinte ich solle mich da mal melden. Er wünschte mir alles Gute und verschwand aus meinem Leben. Welches Leben? Ich hatte da kein Leben mehr, hatte ich denn schon überhaupt gelebt? Was soll das hier, dachte ich, was geht hier ab? Was ist denn jetzt mit meinem Kind? Wen soll ich da anrufen? Wohin ist dieser Arzt? ...Ich fühlte mich so im Stich gelassen. Mein Mann drückte sich, wo er nur konnte. Er hatte immer seine Arbeit zur Ausrede für irgendwelche Termine die Fabienne betrafen. Er sagte mal zu mir, daß er Angst habe sich mit ihr zu befassen, weil er dann nicht damit fertig werden würde, falls sie stirbt!! Und was ist mit mir? Hat mich denn jemand gefragt, ob ich das will, daß mein Kind krank ist und ich mein Leben auf sie einstellen muß? Was ist mit ihrer Schwester, die auch unter meine Abwesenheit zu leiden hat? Das war alles so ungerecht, Gott, fragte ich, warum jetzt das? Was sollte das denn jetzt? Was habe ich denn nur getan, dass ich und meine Kinder so leiden müssen. Was???
Ich fuhr zu den unseren behandelden Kinderarzt. Dieser rief unter dieser besagten Nummer an. Dort meldete sich eine Klinik in Brüssel am Apparat, war ein Dolmetscherin, die uns erklärte, dass die Klinik für Transplantationen zuständig sei. Diese Klinik arbeitet mit Eurotransplant zusammen, d.h es kommen Spenden aus ganz Europa zusammen.
Der Kinderarzt erklärte die momentane Lage von Fabienne. Zwei Wochen später befanden wir uns für Untersuchungen in dieser Klink. Die Ärzte und Schwestern waren super nett. Eine Woche später waren alle Tests abgeschloßen und wir wußten endlich, was mit Fabienne los ist. Die Diagnose war niederschmetternd, sie war wie der besagte Schlag ins Gesicht. Meine Tochter sollte sterben, wenn nicht bald eine geeignete Leberspende für sie gefunden würde. Das war doch absurd, dachte ich damals ....ein anderes Kind muß sterben, damit mein Kind leben darf?!
Was ist das für eine Welt, in der ich lebe?
Fabienne war siebzehn Monate alt, als der rettende Anruf kam. Wir flogen mit dem Hubschrauber nach Brüssel zur Klink hin. Es dauerte Stunden bis es endlich soweit war mit der Operation. Bangen und Hoffen gingen durch meinem Kopf. Mein Mann war wie immer keine große Hilfe. Nach einigen Stunden kam sie aus dem OP und er machte sich keine zwei Stunden später wieder auf dem Heimweg. Nachts kam ein Anruf von der Intensivstation, wo mir mitgeteilt wurde, daß es Klomplikationen mit dem Transplantat gäbe und daher wurde Fabienne auf die Dringlichkeitsliste gesetzt. "Nein" schrie es durch meinem Kopf! Nein, das passiert jetzt nicht wirklich! Das kann nicht sein!
Drei lange Tage hing das Leben von Fabienne am seidenen Faden. Drei Tage diese Angst um das Kind. Sechs Wochen schien es so, dass Fabienne alles gut überstanden hat. Doch danach kam ein Absturz nach dem Anderen. Dreizehn kleine und vier große Operationen folgten. Sie erholte sich nicht mehr davon, sie lernte nicht mehr zu laufen, weil sie sehr viel Wundwasser im Bauch hatte. In ihren Venen bildeten sich Blutgerinsel. Ich wurde wieder schwanger! Schock!!!
Ich war mitlerweile sechs Monate in Brüssel. Sah meine andere Tochter nur alle zwei Wochenenden. Besuch aus Deutschland kam nur selten. Meine Eltern waren nur einmal da. Angerufen haben sie kein einziges Mal.
Zehn Monate waren vorbei und die Ärzte hatten nur Hoffnung, dass Fabienne mit den Blutgerinsel leben kann. Doch Fabienne und ich wußten, daß wir den Kampf verlieren werden und so war es dann auch. Am 02.03.1995 verstarb Fabienne im Alter von zwei Jahren und drei Monaten.
Ich war dabei, als sie friedlich einschlief. Ich habe sie gewaschen, gekämmt, angezogen und mich von ihr verabschiedet. Ich war leer, einfach leer. Der einzige Trost war der, dass sie nicht gelitten hat. Sie war im Schlaf verstorben.
Zeit zum Trauern hatte ich nicht, denn vier Wochen zu früh wurde meine dritte Tochter per Kaiserschnitt geboren. Nadine so heißt sie, hat die selbe Krankheit wie Fabienne!! Ja, es passierte schon wieder. Diesmal habe ich Gott nicht mehr gefragt "Warum"?, denn diese Frage beerdigte ich mit Fabienne. Niemals werde ich darauf eine Antwort bekommen, egal was in meinem weiterem Leben passieren wird. Ich nahm es tapfer auf mich, denn ich war jetzt nicht mehr so unwissend, was die Krankheit betrifft. Vorher trennte ich mich von meinem Mann, er zog mit Fabiennes Leiden nur auf Mitleid bei den Frauen. Er redete nur schlecht über mich, während ich in Brüssel war. Er entzog sich jeglicher Hilfeleistung und Unterstützung, die ich von einen Ehemann erwartet hätte.
Nadine wurde mit drei Jahren transplantiert. Sie erholte sich sehr schnell von der OP und war nach nur sechs Wochen zu Hause.
Nadine ist jetzt neun Jahre alt, hat seit der Transplantation keine Klomplikationen gehabt. Die Ärzte sind mit ihr zufrieden.
Heute lebe ich in einer neuen Beziehung, bekam noch einen gesunden Sohn, der mitlerweile fünf Jahre alt ist.
Meine erste Tochter ist jetzt dreizehn und kerngesund. Sie hat die Zeit ohne seelischen Schaden, dank meiner ehemaligen Schwiegermutter, überwunden. Danke!
Bemerkungen:
Jeder hat sein Päckchen zu tragen, sagt man so! So ist es wirklich! Der eine mehrere und der andere halt einen Sack voll.
Den vollen Sack trage ich mit Fassung und versuche Päckchen für Päckchen alle so gut zu meistern und zu akzeptieren. Es ist alles Schicksal im Leben, was einem so passiert an schrecklichen Dingen. Abschütteln kann man diese nicht. Da muß man rangehen so gut es geht. Davor wegrennen bringt nichts. Schicksal kommt, wann es will und schlägt zu, wo es will. Nimm es an, nur so hast du Chancen zu überleben.!!!
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